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Vier saarländische Schulen erhalten den Bildungspreis der Saarländischen Wirtschaft 2021

Das Motto in diesem Jahr „Auf dem Weg in ein selbstbestimmtes inklusives Leben – Gelungene Konzepte für junge Menschen mit Behinderung in der Berufsfindungsphase“.

Die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) zeichnet in diesem Jahr vier Schulen mit dem Bildungspreis der Saarländischen Wirtschaft aus.

Die Preisträger sind:
-    Bliestalschule Förderschule Lernen, Oberthal
-    Gemeinschaftsschule Bruchwiese, Saarbrücken
-    Wingertschule – Staatliche Förderschule soziale Entwicklung im Gebundenen Ganztag, Neunkirchen
-    Galileo-Schule Bexbach, Gemeinschaftsschule des Saarpfalzkreises.

Der Preis, den die VSU gemeinsam mit der Stiftung der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (Stiftung ME Saar) auslobt, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Auf dem Weg in ein selbstbestimmtes inklusives Leben – Gelungene Konzepte für junge Menschen mit Behinderung in der Berufsfindungsphase“.
Wenn Jugendliche Berufsfelder finden sollen, die genau zu ihren Neigungen, Fähigkeiten und Bedürfnissen passen sollen, funktioniert das nicht nur durch einen Unterricht, bei dem Kinder ihre Stärken und Begabungen kennenlernen und entwickeln können, Praktika und Bewerbungstrainings helfen, die eigenen Fähigkeiten zusätzlich im echten Leben zu testen. So können sich junge Menschen bereits in der Schulzeit auf das spätere Berufsleben vorbereiten, und es kann ein Übergang ohne Brüche gelingen.
Bei Schülerinnen und Schülern mit speziellem Förderbedarf ist der Anspruch an eine gelungene, inklusive Berufsvorbereitung besonders hoch: Gerade, weil in dieser Phase je nach individueller Einschränkung unterschiedliche Fördermaßnahmen infrage kommen, bedarf es vieler Partner am Übergang von der Schule in den Beruf. Die verschiedenen Maßnahmen zu koordinieren und die Partner – Träger, Berater und Unternehmen – zusammenzubringen, ist Aufgabe der Schulen. Sie sind bei der gezielten, individuellen und damit erfolgreichen Gestaltung inklusiver beruflicher Orientierung besonders gefordert. Dabei finden sich diese speziellen Konzepte der Berufsvorbereitung nicht nur in Förderschulen – auch Regelschulen mit inklusivem Unterricht sind hier mit hohem Engagement beteiligt.
Die vier Preisträgerschulen haben sich aus Sicht der Jury mit beispielhaften Konzepten dem Thema der Berufsvorbereitung mit inklusiven Konzepten gewidmet. Nicht nur die sehr praxisbezogene Förderung der Schüler ist dabei zu erwähnen, sondern auch die enge Kooperation mit staatlichen Stellen, die Teamarbeit in den Schulen und die Zusammenarbeit mit Betrieben, in denen potenziell eine berufliche Zukunft für die Schüler möglich ist. Die vier Preisträgerschulen bauen ihre berufsorientierenden Konzepte auf den altersspezifischen Lebens- und Lernerfahrungen der Jugendlichen auf und sie beziehen die individuellen Lernweisen und Voraussetzungen ihrer Schülerinnen und Schüler stets in den Unterricht ein.
„Für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf ist die Berufsfindung eine ganz besondere Herausforderung“, sagt Oswald Bubel, Präsident der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände. „Gerade das hohe Engagement der Förderlehrer, der Kooperationsstellen und der betreuenden Kräfte hilft ihnen, ihren individuellen Weg zu finden. Dieses Engagement wollen wir als Jury mit der Auszeichnung würdigen.“
Der Bildungspreis der Saarländischen Wirtschaft ist mit 16.000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr an vier Schulen verliehen. Der Preis wird von der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände vergeben und von der Stiftung ME Saar finanziert.

Informationen:

Tina Raubenheimer

Telefon 0681 9 54 34-48
Telefax 0681 9 54 34-74
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