UV Saar aktuell

 
Donnerstag. 04. April 2019

Die Metall- und Elektroindustrie warnt vor "Panikmache"

Pressemitteilung zur Einforderung von Bundes-Finanzmitteln

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar) hält es für unverantwortlich, Finanzmittel des Bundes mit der Begründung einzufordern, dass hier eine "schwere Krise" bevorstehe.
Hauptgeschäftsführer Joachim Malter: "Wir wollen niemanden daran hindern, Gutes für das Land zu tun und sich für eine Unterstützung durch den Bund einzusetzen. Wir halten aber gar nichts von einer Panikmache, wonach hier demnächst eine schwere Krise heraufzieht und die Lichter ausgehen. Wir haben eine starke Industrie, die in hoch produktiven Werken tolle und wettbewerbsfähige Produkte herstellt. Wir wissen auch, dass viele dieser Unternehmen vor großen Herausforderungen stehen. Diese bewältigt man aber nicht mit depressivem Krisengerede, sondern indem man sich ehrgeizig aufstellt und sich an der neuesten Technik, neuen Produkten und den zukünftigen Märkten orientiert und sein Know-how stärkt, indem man für qualifizierte Beschäftigte auch im Wandel ein motivierendes Arbeitsumfeld schafft. ZF zeigt gerade, dass das geht.

Wer in diesem Zusammenhang Hilfe vom Bund erwartet, sollte allerdings auch hier im Land seine Hausaufgaben machen. Wir wollen unseren Standort nicht schlechtreden. Aber es gibt Anforderungen der Wirtschaft, die den Standort nachhaltig aufwerten würden. Ein schnellerer Ausbau der Infrastruktur, bessere Verkehrsanbindung bei Wasser, Schiene und Straße, schnelle Genehmigungsverfahren und ein Ausbau der Ingenieurausbildung an der Uni wären durchaus leistbar. Den Bürgermeistern, die jetzt im Wahlkampf sind, kann man nur raten, sich die überdurchschnittlich hohen Gewerbesteuern anzusehen und zu prüfen, wie durch eine verbesserte kommunale Zusammenarbeit, wenn nicht gar Fusionen von Gemeinden, schlankere und leistungsfähigere Strukturen entstehen.

Es wäre toll, wenn sich bundesweit herumsprechen würde, dass das Saarland mit solchen und weiteren Ideen mutig vorangeht und sich neu und wettbewerbsfähig aufstellt. Wir brauchen das Bild einer Region, die sich tatkräftig wandelt und nicht nur Forderungen stellt. Das würde Unternehmen auch ermutigen, sich hier anzusiedeln, den Saarländerinnen und Saarländern weitere Chancen eröffnen und junge und qualifizierte Leute ins Land locken."

Rückfragen bitte an
Joachim Malter
Hauptgeschäftsführer
Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e.V. - ME Saar
T 0681 9 54 34-22
Mail maltermesaar.de