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VSU-Schlagzeilen 02.07.2026

VSU: Arbeitskammerbericht verkennt die Wirklichkeit / Geburtenziffer auf dem niedrigsten Stand seit 1997 / Unternehmen sind investitionswillig, aber dennoch zurückhaltend / Gesamtmetall: Arbeitszeitreform muss kommen – Arbeitsministerium reißt selbst gesetzte Frist / IW Consult: Gießerei-Industrie zentraler Bestandteil industrieller Wertschöpfungsketten / Copernicus meldet Temperaturrekord: Meere waren im Juni so warm wie noch nie

 

Saarland/Region
VSU: Arbeitskammerbericht verkennt die Wirklichkeit
Saarland fördert KI‑Forschungsverbund „Saarnex“ mit 30 Millionen Euro
Saarland bei psychisch bedingten Fehltagen bundesweit an der Spitze

Arbeitswelt
Geburtenziffer auf dem niedrigsten Stand seit 1997
BDA: Reservisteneinsätze verlässlich regeln

Konjunktur
Unternehmen sind investitionswillig, aber dennoch zurückhaltend
Eurozone: Inflationsrate sinkt stärker als erwartet

Wirtschaftspolitik
Gesamtmetall: Arbeitszeitreform muss kommen – Arbeitsministerium reißt selbst gesetzte Frist
Koalition: Einigung auf umfassendes Reformpaket

Industrie/Handel
IW Consult: Gießerei-Industrie zentraler Bestandteil industrieller Wertschöpfungsketten

Klimapolitik
Copernicus meldet Temperaturrekord: Meere waren im Juni so warm wie noch nie

 

Saarland/Region

VSU: Arbeitskammerbericht verkennt die Wirklichkeit
Mit völligem Unverständnis reagiert die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände auf den Bericht der Arbeitskammer an die Landesregierung unter dem Titel „Zukunftsbild Saarland 2040.“

„Die Arbeitskammer ignoriert mit diesem Bericht die Wirklichkeit eines Landes, in dem aufgrund der Rahmenbedingungen tausende Industriearbeitsplätze verloren gehen. Stattdessen unterstellt sie, die Probleme ließen sich vor allem dadurch lösen, dass Unternehmertum eingeschränkt und Marktwirtschaft begrenzt werden“, sagt Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer der VSU.

„Die Kammer konstruiert hier eine Gegnerschaft von Unternehmern und Belegschaften. Das Gegenteil ist der Fall. In der Marktwirtschaft braucht es vor allem wettbewerbsfähige Unternehmen mit starken Belegschaften. Beide sind aufeinander angewiesen. Vor allem braucht es Rahmenbedingungen, die den Unternehmen rentables Wirtschaften ermöglichen. Nur so kann langfristig Wohlstand entstehen.“

Für eine tragfähige Zukunftsperspektive braucht das Saarland Unternehmer, die bereit sind, sich vor Ort zu engagieren. „Diesen eine echte Wachstumsperspektive zu bieten, muss im Zentrum der saarländischen Politik stehen“, sagt Schlechter. Nur wenn Unternehmen im Saarland gute Standortbedingungen und Entwicklungschancen sehen, werden sie auch hier investieren.

„Schlagworte wie „Gute Arbeit“, mehr Tarifbindung und Mitbestimmung schaffen keinen einzigen Arbeitsplatz. Entscheidend sind vielmehr wettbewerbsfähige Standortkosten, sinkende Arbeitskosten, Planungssicherheit sowie insgesamt wachstumsfördernde Rahmenbedingungen. Dafür sollten wir uns einsetzen.“

Den von der Arbeitskammer vorgeschlagenen Kurs einer stärkeren staatlichen Steuerung bewertet die VSU als falsch. Zwar greife der Bericht auch richtige Themen auf, etwa die Stärkung der frühkindlichen Bildung oder den Ausbau der Infrastruktur. Zugleich disqualifiziere sich die Kammer jedoch durch Vorschläge wie eine Ausweitung der Montanmitbestimmung und Eingriffe in die Eigentumsrechte der Unternehmen.

„Leider entwertet die Kammer positive Vorschläge durch ideologisch motivierte Themen. Eine Verstaatlichung der Wirtschaft wird die bestehenden Probleme nicht lösen, das hat die Geschichte uns eindrücklich gezeigt“, sagt Schlechter.

Aus Sicht der VSU sendet der Bericht das fatale Signal, der Staat könne die aktuellen Probleme mit wenigen Maßnahmen lösen und sie mit Schulden finanzieren. Die Folgewirkung einer steigenden Verschuldung für die junge Generation blendet sie aus. „Letztlich schafft die Arbeitskammer eine falsche Erwartungshaltung in der Bevölkerung und ignoriert die wirklichen Probleme. Deutschland steckt in einer tiefen strukturellen Krise, die umfassende – auch schmerzliche – Reformen erfordert. Den Eindruck zu vermitteln, diese Herausforderungen ließen sich ohne Belastungen für den Einzelnen bewältigen, ist unverantwortlich.“ (Quelle: VSU)

Saarland fördert KI‑Forschungsverbund „Saarnex“ mit 30 Millionen Euro
Das Saarland hat den neuen Forschungs- und Entwicklungsverbund „Saarnex“ vorgestellt, der bis 2032 mit knapp 30 Millionen Euro aus dem Transformationsfonds gefördert werden soll. Beteiligt sind HTW, Universität des Saarlandes und das Fraunhofer IZFP, die gemeinsam den Technologietransfer insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Sensorik stärken wollen. Im Fokus stehen Anwendungen wie sensorbasierte KI-Systeme mit Seh‑, Hör‑ und künftig auch Tastsinn sowie konkrete Projekte etwa zur Unfallvermeidung auf Baustellen durch intelligente Warnwesten. Daniel Strauß, Leiter der „Systems Neuroscience & Neurotechnology Unit“, erklärte, im Saarland bereits vorhandene Stärken wie kognitive Sensorik, Kommunikationstechnik und Neurowissenschaften würden gebündelt und „auf die Straße“ gebracht. Wirtschaftsminister Jakob von Weizsäcker betonte, der Transformationsfonds solle „neue wirtschaftliche Stärke aus Innovation, Forschung und technologischer Entwicklung aufbauen“, wofür Saarnex stehe. (Quelle: SR)

Saarland bei psychisch bedingten Fehltagen bundesweit an der Spitze
Im Saarland entfallen laut aktuellem Gesundheitsreport der Barmer bundesweit die meisten Fehltage auf psychische Erkrankungen. Durchschnittlich fehlten Beschäftigte 2025 insgesamt 25,4 Tage, davon 6,2 Tage wegen seelischer Leiden – als einzige Krankheitsgruppe mit weiterem Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Diese Ausfälle ziehen sich deutlich länger hin als bei anderen Krankheiten: Während Atemwegserkrankungen nur wenige Tage Ausfallzeit mit sich bringen, dauern die Ausfälle bei psychischen Erkrankungen laut DAK-Psychreport im Schnitt 33 Tage. Barmer-Landesgeschäftsführerin Dunja Kleis betont, Unternehmen könnten durch Investitionen in die Gesundheit ihrer Beschäftigten Fehlzeiten senken und die Leistungsfähigkeit erhöhen. Gesundheitsminister Magnus Jung sieht ebenfalls Handlungsbedarf und erklärt, der Zugang zu Behandlungen müsse gestärkt werden. (Quelle: Saarbrücker Zeitung)

 

Arbeitswelt

Geburtenziffer auf dem niedrigsten Stand seit 1997
Die zusammengefasste Geburtenziffer in Deutschland ist 2025 auf 1,32 Kinder je Frau gefallen, was einem Rückgang von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In den Bundesländern lag die zusammengefasste Geburtenziffer 2025 zwischen 1,16 Kindern je Frau in Sachsen und 1,38 in Niedersachsen. Die Geburtenhäufigkeit war in den östlichen Bundesländern mit 1,22 Kindern je Frau geringer als im Westen mit 1,34 Kindern je Frau. Die Geburtenziffer bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit verzeichnete einen Rückgang auf 1,20, während sie bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit auf 1,78 sank. Die aktuellen Ergebnisse des europäischen Statistikamtes Eurostat beziehen sich auf 2024. Demnach betrug die zusammengefasste Geburtenziffer in der EU 1,34 Kinder je Frau. Damit lag Deutschland mit 1,35 Kindern je Frau im europäischen Mittelfeld. Die EU-weit höchste Geburtenziffer von 1,72 Kindern je Frau hatte Bulgarien. Am niedrigsten war die Geburtenziffer in Malta mit 1,01 Kindern je Frau. (Quelle: destatis.de, M+E-Newsletter Gesamtmetall)

BDA: Reservisteneinsätze verlässlich regeln
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat den gestrigen Kabinettsbeschluss des Reservestärkungsgesetzes als ein richtigen Schritt bezeichnet, „um die Streitkräfte leistungsfähig und Deutschland wieder verteidigungsfähig zu machen.” „Die Arbeitgeber begrüßen ausdrücklich, dass die Sicherheitswende konsequent weiterverfolgt und umgesetzt wird”, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Grundpfeiler einer starken Gesamtverteidigung sei die Zusammenarbeit zwischen einem starken Militär und einer starken Wirtschaft. Sicherheit und wirtschaftliche Stärke bedingten einander. „Eine verlässliche Heranziehung von Reservistinnen und Reservisten effizient und praxisgerecht zu gestalten, ist im Interesse beider Seiten”, so Dulger. „Die Arbeitgeber stehen bereit, ihren Anteil zu tragen und einen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit zu leisten.” Man müsse weg vom Konkurrenzgedanken – betriebliche Interessen der Unternehmen ließen sich mit den Personalbedarfen der Reserve in Einklang bringen, sagte Dulger. „In der Vergangenheit zeigte sich, dass eine effektive Heranziehung auch nach dem Prinzip der doppelten Freiwilligkeit funktioniert und von den Betrieben unterstützt wird.” Einen tragfähigen Kompromiss zu finden, sei eine zentrale Gestaltungsaufgabe von Staat und Unternehmen. Für Unternehmen brauche es vor allem Planungssicherheit. „Sie müssen wissen, welche Beschäftigten zum Reservedienst herangezogen werden können, und sollten rechtzeitig vor der Reservedienstleistung darüber informiert werden, um die Betriebsabläufe sicherstellen zu können”, erklärte Dulger. Dafür brauche es transparente und rechtssichere Verfahren in engem Austausch mit den Betrieben – insbesondere eine Statusabfrage, ein nachvollziehbarer und abgestimmter Heranziehungsprozess sowie funktionierende Abläufe bei Freistellung und Kostenerstattung. „Die Erfahrung aus der Praxis macht deutlich: Wenn Zuständigkeiten klar geregelt und Prozesse verlässlich abgestimmt sind, lassen sich die Belange von Bundeswehr und Wirtschaft erfolgreich miteinander verbinden”, so Dulger. (Quelle: BDA, M+E-Newsletter Gesamtmetall)

 

Konjunktur

Unternehmen sind investitionswillig, aber dennoch zurückhaltend
Einer Befragung der KfW-Bank zufolge sehen 92 Prozent der Firmen die Notwendigkeit zu investieren, doch nur 61 Prozent möchten in den kommenden zwölf Monaten Projekte umsetzen. Den Top-Bedarf sehen 53 Prozent der 1.567 Teilnehmer bei IT-Investitionen. Rückblickend berichteten nur 57 Prozent von Investitionen in den vergangenen zwölf Monaten. Die Gründe: angespannte Wirtschaftslage der Firmen und schwierigerer Zugang zu Finanzierungen. 24 Prozent Unternehmen finden die Kreditaufnahme einfach, das sind acht Prozentpunkte weniger als bei der Befragung 2024. Etwa 26 Prozent finden die Aufnahme eines Kredits schwierig. Knapp die Hälfte berichtet in der aktuellen Umfrage von Nachfragerückgängen in den zurückliegenden zwölf Monaten, 40 Prozent rechnen mit einer Fortsetzung dieses Trends. KfW-Chef Stefan Wintels betonte: „Deutschland steht vor einer großen Investitionsaufgabe, staatlich wie privat. Unsere Unternehmen wissen dabei sehr genau, wo sie investieren müssen: in Digitalisierung, Dekarbonisierung, Innovation.” Eine neue Dynamik könne unter anderem mit mehr Planungssicherheit, qualifizierter Einwanderung und besser verfügbaren Finanzierungen entfacht werden. (Quelle: dpa/zeit.de, M+E-Newsletter Gesamtmetall) 

Eurozone: Inflationsrate sinkt stärker als erwartet
Die Inflationsrate im Euro-Raum betrug im Juni 2,8 Prozent zum Vorjahresmonat. Im Mai hatte sie noch bei 3,2 Prozent gelegen. Der Rückgang ist stärker als erwartet. In Deutschland ist die Teuerungsrate nach europäischer Berechnungsweise (HVPI) auf 2,4 Prozent gesunken, in Frankreich auf 2,0 Prozent. Das EZB-Ziel lautet 2,0 Prozent. Die Folgen des Irankriegs hatten die EZB im Juni veranlasst, den Einlagenzins um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent zu erhöhen. Er beeinflusst, wie sich Spar- und Kreditzinsen im Euro-Raum entwickeln. (Quelle: handelsblatt.com, M+E-Newsletter Gesamtmetall)

 

Wirtschaftspolitik

Gesamtmetall: Arbeitszeitreform muss kommen – Arbeitsministerium reißt selbst gesetzte Frist
Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall kritisiert die ausbleibende Umsetzung eines zentralen Reformversprechens der Bundesregierung. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hatte mehrfach angekündigt, im Juni 2026 einen Entwurf zur Reform des Arbeitszeitrechts vorzulegen. Ein vor zwei Wochen kursierender Referentenentwurf war laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales lediglich ein unabgestimmter Text. Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander erklärte: „Bundesarbeitsministerin Bas hat mehrfach versprochen, noch im Juni den längst überfälligen Entwurf zur Reform des Arbeitszeitrechts vorzulegen. Seit heute ist klar: Diese Frist ist gerissen. Stattdessen wurde bisher ein völlig unzureichender Aufguss alter Ideen bekannt, der in weiten Teilen einen gescheiterten Entwurf ihres Amtsvorgängers aus dem Jahr 2023 wortgleich übernahm.” Gesamtmetall fordert daher die Bundesarbeitsministerin auf, unverzüglich einen tragfähigen und den Vereinbarungen des Koalitionsvertrags entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen. „Deutschland braucht jetzt kein weiteres Taktieren, sondern endlich Klarheit und Verlässlichkeit bei zentralen Reformen. Dazu gehören eine Wochenarbeitszeit ohne Tarifvorbehalt und eine Vertrauensarbeitszeit ohne Arbeitszeiterfassung“, so Zander. (Quelle: Gesamtmetall, M+E-Newsletter Gesamtmetall)

Koalition: Einigung auf umfassendes Reformpaket
Die schwarz-rote Koalition hat sich nach stundenlangen Verhandlungen im Kanzleramt auf ein umfassendes Reformpaket geeinigt. Nach Informationen des „Spiegel” soll es auch Änderungen bei der Einkommensteuer geben, über die die Parteispitzen am Donnerstag um 9 Uhr öffentlich informieren wollen. Das Paket soll soziale Sicherungssysteme stabilisieren, Bürger entlasten und die schwächelnde Wirtschaft ankurbeln. Besonders strittig war die Einkommensteuerreform, die ab 1. Januar 2027 vor allem kleine und mittlere Einkommen entlasten soll. Die Frage der Finanzierung blieb schwierig, da die SPD höhere Steuern für Spitzenverdiener und Erben forderte, was die Union ablehnte. Bei Rentenreform und Bürokratieabbau besteht weitgehend Einigkeit, erste Maßnahmen sind bereits auf dem Weg. Insgesamt soll das Paket rund 30 Punkte umfassen und gilt als entscheidend für die Koalition, die nach früheren gescheiterten Verhandlungen und schlechten Umfragewerten unter Druck steht – besonders mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland. (Quelle: Spiegel, M+E-Newsletter Gesamtmetall)

 

Industrie/Handel

IW Consult: Gießerei-Industrie zentraler Bestandteil industrieller Wertschöpfungsketten
Die Gießerei-Industrie gehört zu den tragenden Säulen des Industriestandorts Deutschland. Dennoch wird ihre Bedeutung häufig unterschätzt. Das zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens IW Consult im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG). Die Zahlen machen deutlich, dass Gießereien weit mehr sind als Hersteller einzelner Komponenten. Sie bilden die Grundlage zahlreicher industrieller Wertschöpfungsketten und ermöglichen Produktion in nahezu allen Schlüsselindustrien – vom Maschinen- und Anlagenbau über die Automobilindustrie bis hin zur Energie-, Infrastruktur- und Verteidigungstechnik. So sichern in Deutschland 545 Gießereiunternehmen mit rund 67.700 Beschäftigten eine jährliche Wertschöpfung von etwa 4,9 Milliarden Euro. Bezieht man indirekte und induzierte Effekte entlang der Wertschöpfungsketten mit ein, wächst der ökonomische Fußabdruck auf rund 125.000 Arbeitsplätze und mehr als 10 Milliarden Euro Wertschöpfung an. Die Produkte der Branche ermöglichen industrielle Wertschöpfung in einem riesigen Kundennetzwerk mit 3,85 Millionen Beschäftigten und 428 Milliarden Euro Wertschöpfung. Das bedeutet: Jeder Euro Wertschöpfung in der Gießerei-Industrie ermöglicht 87 Euro Wertschöpfung in den nachgelagerten Industrien. (Quelle: IW Consult, M+E-Newsletter Gesamtmetall)

 

Klimapolitik

Copernicus meldet Temperaturrekord: Meere waren im Juni so warm wie noch nie
Die Weltmeere waren im Juni so warm wie nie zuvor. Messungen des EU-Klimadienstes Copernicus zeigen für den 21. Juni Oberflächentemperaturen von rund 21 Grad – höhere Werte als in den bisherigen Rekordjahren 2023 und 2024. Ursache sind sowohl die menschengemachte Erderwärmung als auch das KlimaphänomenEl Niño, das die Erwärmung zusätzlich verstärkt. Copernicus weist darauf hin, dass die Ozeane bereits 2025 außergewöhnlich viel Wärme aufgenommen haben. Die steigenden Temperaturen beeinflussen Wetter und Klima weltweit, erhöhen das Risiko für extreme Niederschläge, Stürme und Überschwemmungen und belasten marine Ökosysteme. Besonders auf der Südhalbkugel führen die Folgen zu Dürren und Überflutungen. Da El Niño in diesem Jahr erst begonnen hat, rechnen Experten mit weiteren Rekorden – sowohl in den Meeren als auch in der Atmosphäre. Copernicus-Direktor Carlo Buontempo warnt, die aktuellen Entwicklungen könnten den Beginn einer neuen, unbekannten Klimaphase markieren. Die Ozeane spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie den Großteil der zusätzlichen Wärme aufnehmen und so das globale Klimasystem stark beeinflussen. (Quelle: zdfheute, M+E-Newsletter Gesamtmetall)