Saarland
Schulkinder starten im Saarland mit Maske ins neue Schuljahr
Saarländer werden immer älter
Saarländer sind häufig psychisch krank
Bauhauptgewerbe im Saarland stagniert im ersten Halbjahr
Tarifpolitik
Bahn: Mögliche Streiks überflüssig und unnötig
Arbeitswelt
Dulger: Arbeitgeber lehnen Bundesagentur für Weiterbildung ab
Zahl der offenen Stellen in der Industrie stark gestiegen
Konjunktur
Autoindustrie: Kurzarbeit trotz voller Auftragsbücher
DIHK-Umfrage: Lieferengpässe bremsen Konjunkturaufschwung aus
Steuern / Haushalt
Steuereinnahmen von Bund und Ländern im Juli 12 Prozent im Plus
Klimapolitik
Deutschland verfehlt laut Bericht an EU Klimaziele für 2030 und 2040
Sozialpolitik
Ausgaben für Sozialhilfe deutlich gestiegen
Veranstaltung
„VSU im Gespräch mit…“ INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr
Saarland
Schulkinder starten im Saarland mit Maske ins neue Schuljahr
Angesichts der Infektionsgefahr durch Reiserückkehrer hat das Bildungsministerium für die ersten Schulwochen erneut verschärfte Hygieneregeln angekündigt. So müssen in den ersten beiden Wochen Schüler und Lehrer Masen tragen. Außerdem muss unmittelbar vor dem ersten Schultag oder am Morgen des ersten Schultag ein Selbsttest ausgeführt werden. Bei der Einschulung müssen alle Beteiligten nachweisen, dass sie getestet, geimpft oder genesen sind. (Quelle: Bildungsministerium)
Saarländer werden immer älter
Die saarländischen Bürger werden immer älter. Das hat das Statistische Amt gestern bekanntgegeben. Das Durchschnittsalter liegt demnach bei 46,5 Jahren – bei Männern beträgt es 45,0 Jahre, bei Frauen 47,9 Jahre. Seit Jahren steigt das Durchschnittsalter kontinuierlich an. Seit 2015 steigt es pro Jahr um 0,1 Jahre. Zur Jahrtausendwende war der Anstieg noch größer, damals betrug der jährliche Anstieg 0,3 Jahre pro Jahr. Die Saarländer altern also immer noch, aber nicht mehr so schnell, wie im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends. (Quelle: Statistisches Amt)
Saarländer sind häufig psychisch krank
Im Saarland fehlen so viele Beschäftige wegen psychischer Leiden am Arbeitsplatz wie nirgendwo sonst in Deutschland. Am stärksten betroffen sind Berufe im Gesundheitssektor sowie im öffentlichen Dienst. „Verglichen mit dem Bundesdurchschnitt gibt es im Saarland 30 Prozent mehr Fehltage wegen psychischer Probleme“, sagt Daniel Caroppo, Sprecher der Krankenkasse DAK. Für den „Psychoreport 2021“ der DAK, der die Häufigkeit von Arbeitsausfällen aufgrund psychischer Erkrankungen auflistet, hatte das Forschungs- und Beratungsinstitut für Infrastruktur- und Gesundheitsfragen (Iges) in Berlin die Krankendaten von 2,4 Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgewertet. Der Report Psychotherapie 2020 der deutschen Psychotherapeuten-Vereinigung spricht von direkten Kosten zur Behandlung psychischer Erkrankungen allein in der gesetzlichen Krankenversicherung von jährlich 44 Milliarden Euro. Im Saarland wurden im Jahr 2020 wegen psychischer Probleme 339 Fehltage pro 100 Versicherte registriert. In Baden-Württemberg gab es die wenigsten Fehltage: nämlich 201 pro 100 Mitarbeiter. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 265 Fehltagen. (Quelle: Saarbrücker Zeitung)
Bauhauptgewerbe im Saarland stagniert im ersten Halbjahr
Das saarländische Bauhauptgewerbe konnte im ersten Halbjahr 2021 nicht an die Ergebnisse des Vorjahres anschließen. Nach Auskunft des Statistischen Amtes des Saarlandes lag der baugewerbliche Umsatz im Juni zwar um 5,2 Prozent über den Werten des vergleichbaren Vorjahresmonats und um 16,2 Prozent höher als im Vormonat. Der Halbjahresumsatz blieb jedoch mit 393 Mio. Euro um 3,3 Prozent hinter den Vergleichswerten zurück.
Obwohl im bisherigen Jahresverlauf der Juni mit 84 Mio. Euro der umsatzstärkste Monat war, unterschritten fast alle Bauarten die Vergleichswerte des ersten Halbjahres des Vorjahres.
Der Tiefbau verfehlte mit 207 Mio. Euro den vergleichbaren Vorjahreswert um 0,7 Prozent. Im Hochbau wurden 186 Mio. Euro erwirtschaftet. Hier liefen die Geschäfte um 6,1 Prozent ungünstiger.
Im „gewerblichen Bau“ wurden in den ersten sechs Monaten 141 Mio. Euro abgerechnet. Dies entspricht einem Minus von 6,0 Prozent. Dabei verbuchten sowohl der gewerbliche Tiefbau mit 43 Mio. Euro als auch der gewerbliche Hochbau mit 98 Mio. Euro Umsatzrückgänge um 6,9 bzw. 5,5 Prozent im Jahresvergleich.
Einzig der Wohnungsbau konnte mit einem Halbjahresumsatz von 72 Mio. Euro ein kräftiges Plus von 15,2 Prozent ausweisen.
Die Erlöse im „öffentlichen und Straßenbau“ summierten sich in der ersten Jahreshälfte auf 179 Mio. Euro. Damit wurde das Vergleichsergebnis des Vorjahres um 7,3 Prozent unterschritten. Zwar kam der sonstige Tiefbau mit 96 Mio. Euro auf eine Umsatzsteigerung von 12,2 Prozent. Allerdings konnten damit die Einbußen im Straßenbau (- 11,4 % auf 67 Mio. Euro) sowie mit öffentlichen Auftraggebern (- 50,9 % auf 15 Mio. Euro) nicht ausgeglichen werden.
Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, beliefen sich die im ersten Halbjahr 2021 entgegen genommenen Aufträge auf 444 Mio. Euro. Damit fiel das Auftragsvolumen insgesamt um 15,4 Prozent geringer aus als im Jahr zuvor. (Quelle: Statistisches Amt)
Tarifpolitik
Bahn: Mögliche Streiks überflüssig und unnötig
Die Bahn hat die GDL erneut zur Rückkehr an den Tarif-Verhandlungstisch aufgefordert und mögliche Streiks als "überflüssig" und "unnötig" bezeichnet. "Wir brauchen einen Verhandlungspartner, dem es nicht nur um Streiks geht, sondern dem es auch um Lösungen am Tisch geht", hieß es seitens des Konzerns. Zuvor hatte die GDL angekündigt, sich heute zum weiteren Vorgehen im Tarifkonflikt äußern zu wollen. Aus Sicht der Bahn bringt die Gewerkschaft Forderungen in die Tarifrunde mit ein, die dort nichts zu suchen hätten. Dazu gehöre etwa die Absicht, auch für weitere Berufsgruppen abseits von Lokführern und Zugbegleitern verhandeln zu wollen. Die GDL hatte angekündigt, in der laufenden Runde auch die Fahrzeuginstandhaltung, den Netzbetrieb und die Fahrweginstandhaltung sowie die Rahmenbedingungen für die Auszubildenden tarifieren zu wollen. Für eine solche Ausweitung sieht die Bahn laut eigener Aussage indes keine Legitimation. Unterdessen erlitt die Gewerkschaft GDL eine weitere Niederlage vor dem Landesarbeitsgericht Berlin, wo sie gegen die Anwendung des Tarifeinheitsgesetzes bei der Bahn vorgeht. Laut Bahn hat die GDL nur in etwa 16 der rund 300 Einzelbetriebe des Konzerns die Mehrheit. Die GDL weist dies zurück und geht juristisch dagegen vor. Die Bahn wiederum warf der Lokführergewerkschaft vor, dieser gehe es in dem Konflikt "eindeutig um einen Machtpoker", weniger um materielle Fragen. (Quelle: dpa, Reuters, M+E-Newsletter Gesamtmetall)
Arbeitswelt
Dulger: Arbeitgeber lehnen Bundesagentur für Weiterbildung ab
Trotz der erwarteten Umbrüche auf dem Arbeitsmarkt lehnen Deutschlands Arbeitgeber einen Ausbau der Bundesagentur für Arbeit zu einer umfassenden Weiterbildungsbehörde ab. „Wir sollten die Weiterbildung in den Betrieben stärker fördern, statt den Größenwahn einer Bundesagentur für Fort- und Weiterbildung voranzutreiben“, sagte BDA-Präsident Dulger. Entsprechende Pläne der SPD bezeichnete Dulger als „Unsinn“. Arbeitsminister Heil hatte bei einer Präsentation des Rats der Arbeitswelt das Ziel einer „Weiterbildungsrepublik“ genannt. In ihrem Wahlprogramm kündigt die SPD den Umbau der Bundesagentur für Arbeit in eine „Bundesagentur für Arbeit und Qualifizierung“ und einen Anspruch auf Qualifizierung an. Dulger mahnte: „Der Staat kann nie so gut und so genau die Weiterbildungsmöglichkeiten und Bedarfe erkennen, wie es Unternehmen und Betriebe können.“ Investiert werden müsse in betriebliche Weiterbildung. Gleichzeitig stimmen sowohl Arbeitgeber als auch der DGB auf weitere Umbrüche auf dem Arbeitsmarkt ein. „Deshalb müssen wir den technologischen Wandel mit einem Kulturwandel verbinden“, sagte DGB-Chef Hoffmann: „In den kommenden Jahren sollten Bildung und Weiterbildung auch im Erwachsenenalter viel stärker verankert sein.“ Dulger sagte: „Beim Strukturwandel müssen wir über die Sorgen und Bedenken von Beschäftigten sprechen.“ Politiker dürften diese Sorgen nicht schüren, sondern müssten zu deren Bewältigung beitragen. (Quelle: dpa, M+E-Newsletter Gesamtmetall)
Zahl der offenen Stellen in der Industrie stark gestiegen
Die Zahl der zu besetzenden offenen Arbeitsplätze in der deutschen Industrie ist einer IAB-Umfrage unter 6.500 Unternehmen zufolge im zweiten Quartal 2021 im Vergleich zum ersten Quartal um 21 Prozent gestiegen. Über alle Branchen sei die Zahl um 3 Prozent oder insgesamt 38.000 Stellen nach oben gegangen, wovon alleine 26.000 auf die Industrie entfielen. Insgesamt zeige sich „auf breiter Front“ ein Erholungseffekt am Arbeitsmarkt, sagt IAB-Arbeitsmarktforscher Kubis. (Quelle: IAB, M+E-Newsletter Gesamtmetall)
Konjunktur
Autoindustrie: Kurzarbeit trotz voller Auftragsbücher
Die Engpässe in den globalen Lieferketten machen der Autoindustrie zu schaffen. Zwar hat die Branche mit steigenden Absatz-, Umsatz- und Gewinnzahlen das Tal der Corona-Krise hinter sich gelassen. Auch verzeichnet sie auf wichtigen Märkten wieder steigende Zulassungszahlen, so dass sie das Geschäftsniveau von 2019 teilweise gar übertroffen hat. Doch die Lage bleibt gespannt. Denn es fehlt an Teilen und Komponenten: von Halbleitern bis zu Klebstoffen. So können Hunderttausende Autos nicht gebaut und Aufträge nicht rechtzeitig abgearbeitet werden. Das schlägt sich auf die Erlöse nieder: Toyota Motors kündigte gerade eine Kürzung seiner Produktion an. Auch für VW hat der Mangel nach wie vor gravierende Folgen. Während in den auf Elektroautos spezialisierten Fabriken Ostdeutschlands die Arbeit in der kommenden Woche wie geplant weitergeht, kann die Fertigung im Wolfsburger VW-Stammwerk nach dem Sommerurlaub nur eingeschränkt wieder starten. Auch bei der Tochtergesellschaft Audi in Ingolstadt und Neckarsulm müssen rund 10.000 Beschäftigte ihren Sommerurlaub verlängern und in Kurzarbeit gehen, weil Teile wie etwa Halbleiter fehlen. Bei Mercedes in Stuttgart hieß es zur momentanen Lage: „Wir fahren auf Sicht.“ Sehr kurzfristig werde in einzelnen Werken Kurzarbeit angeordnet. (Quelle: FAZ, M+E-Newsletter Gesamtmetall)
DIHK-Umfrage: Lieferengpässe bremsen Konjunkturaufschwung aus
Lieferschwierigkeiten sowie deutliche Preissteigerungen bei Vorprodukten und Rohstoffen machen nach einer DIHK-Umfrage, die von Ende Juli bis zum 9. August unter knapp 3.000 deutschen Unternehmen im In- und Ausland durchgeführt wurde, derzeit Betrieben sämtlicher Branchen und Größenklassen zu schaffen und bremsen den Aufschwung aus. "Lieferengpässe und Preissteigerungen bei wichtigen Vorprodukten treffen die deutschen Unternehmen mit großer Wucht und in der Breite der Wirtschaft über ganz viele Wirtschaftszweige hinweg", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Treier und fügte hinzu, diese Entwicklung dürfte den wirtschaftlichen Erholungsprozess merklich erschweren. Der DIHK sehe sich leider in seiner Erwartung bestätigt, "dass wir erst wieder im weiteren Verlauf 2022 an die alte Wirtschaftsleistung von vor der Corona-Pandemie anknüpfen können". Laufe es gut, sei vielleicht wieder Mitte 2022 das Niveau des vierten Quartals 2019 erreichbar.
83 Prozent der Unternehmen sind der Umfrage zufolge insgesamt betroffen, 42 Prozent können bestehende Aufträge nicht abarbeiten und 17 Prozent müssen neue Aufträge bereits ablehnen. Ein Viertel der Unternehmen müsse aufgrund der Lieferschwierigkeiten seine Produktion drosseln oder sogar stoppen. Bei 43 Prozent der Unternehmen führe die aktuelle Situation zu Umsatzausfällen. 88 Prozent nannten als Auswirkung der Lieferengpässe höhere Einkaufspreise, 73 Prozent längere Wartezeiten und 60 Prozent einen gestiegenen Planungsaufwand. Knapp die Hälfte der befragten Betriebe ist laut der Erhebung von Lieferengpässen oder Preissteigerungen bei Stahl betroffen, rund ein Viertel bei Aluminium. Bei Kupfer berichte fast jedes fünfte deutsche Unternehmen von einer angespannten Situation bei Preis und Verfügbarkeit. In vielen Industriezweigen sind nahezu alle Betriebe derzeit von Rohstoffknappheiten oder deutlichen Preisanstiegen betroffen. Über 90 Prozent der Unternehmen etwa aus der Metallindustrie berichten, in der Fahrzeugindustrie sind es 92 Prozent, in der Elektrotechnik 85 Prozent.
Im Umgang mit den Lieferengpässen und Preissteigerungen setzen die Unternehmen laut den Angaben auf verschiedene Maßnahmen. Zwei Drittel der Betriebe sehen sich demnach aufgrund der höheren Einkaufspreise gezwungen, Preiserhöhungen an Kunden weiterzugeben oder planen, dies zu tun. Ebenfalls fast zwei Drittel der Unternehmen sind auf der Suche nach neuen oder zusätzlichen Lieferanten für ihre Materialien. 57 Prozent wollen ihre Lagerhaltung erhöhen. Der Einsatz von alternativen oder recycelten Materialien stellt laut DIHK für 17 Prozent der Unternehmen eine Lösung dar. Ebenfalls 17 Prozent der Betriebe sehen sich gezwungen, Personalanpassungen wie Kurzarbeit oder Abbau von Überstunden und Urlaubstagen vorzunehmen. Etwa jedes zwölfte Unternehmen will aufgrund der Lieferschwierigkeiten Teile seiner Produktion an neue Standorte verlagern. Die Rohstoffengpässe könnten dazu führen, dass „die gegenwärtig anziehende Inflation kein vorübergehendes Phänomen bleibt, sondern die Weltwirtschaft auch mittel- bis langfristig beeinflussen“ werde, warnte der DIHK-Außenwirtschaftschef. (Quelle: DIHK, Dow Jones, M+E-Newsletter Gesamtmetall)
Steuern / Haushalt
Steuereinnahmen von Bund und Ländern im Juli 12 Prozent im Plus
Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im Juli kräftig gestiegen und summierten sich auf gut 60 Milliarden Euro, das sind 12,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie aus dem Monatsbericht des Finanzministeriums hervorgeht. In den ersten sieben Monaten stiegen die Einnahmen um 6,8 Prozent binnen Jahresfrist auf 407 Milliarden Euro. Dies waren allerdings 1,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2019 vor der Virus-Pandemie. Wirtschaft und Arbeitsmarkt erholen sich laut Finanzministerium zunehmend von den Folgen der Viruskrise: „Noch ist die Corona-Pandemie in Deutschland und der Welt nicht überwunden, doch der wirtschaftliche Erholungsprozess hat im zweiten Quartal 2021 Fahrt aufgenommen. Die Weichen für einen nachhaltigen und womöglich noch kräftigeren konjunkturellen Aufschwung im dritten Quartal 2021 scheinen bereits gestellt zu sein.“ (Quelle: Reuters, M+E-Newsletter Gesamtmetall)
Klimapolitik
Deutschland verfehlt laut Bericht an EU Klimaziele für 2030 und 2040
Deutschland verfehlt einem aktuellen Berichtsentwurf zufolge seine Klimaziele für 2030 und 2040 deutlich. Das geht aus dem "Projektionsbericht 2021" hervor, der sich derzeit noch in der Ressortabstimmung befindet. Für die gesamten Treibhausgasemissionen ergibt sich demnach "im Zeitraum 1990 bis 2030 eine Minderung um 49 Prozent, und bis 2040 wird eine Minderung von 67 Prozent erreicht", heißt es in dem Entwurf. Nach dem vor einigen Wochen erneuerten Klimaschutzgesetz müssten die Treibhausgasemissionen aber bis 2030 um 65 Prozent sinken, bis 2040 um 88 Prozent. Der Bericht berücksichtigt allerdings nur die bis Ende August 2020 getroffenen Maßnahmen zum Klimaschutz. Dem Projektionsbericht zufolge wird sich die installierte Windkraftleistung an Land im Jahr 2030 von derzeit rund 54 Gigawatt (GW) auf 71 GW erhöht haben, die installierte Photovoltaik-Leistung von derzeit 54 GW auf 100 Gigawatt. Das entspricht auch den aktuell von der Bundesregierung beschlossenen Ausbauzielen für 2030. (Quelle: dpa)
Sozialpolitik
Ausgaben für Sozialhilfe deutlich gestiegen
Die Ausgaben für Sozialhilfe sind im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent gestiegen. Die Sozialhilfeträger gaben 14,4 Milliarden Euro netto für Leistungen nach dem XII. Buch des Sozialgesetzbuchs aus, berichtet das Statistische Bundesamt. Darunter fallen etwa die Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung sowie Hilfe zur Pflege. Mehr als die Hälfte der Nettoausgaben machte den Angaben zufolge 2020 die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung aus, die vollständig aus Erstattungsmitteln des Bundes an die Länder finanziert wird. Die Summe stieg um 10,1 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Der größte prozentuale Anstieg im Vorjahresvergleich wurde mit plus 14 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro bei der Hilfe zur Pflege verzeichnet. Die Ausgaben für die Hilfe zum Lebensunterhalt seien dagegen um knapp 22 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gesunken. Die Hilfen zur Gesundheit, zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten sowie die Hilfe in anderen Lebenslagen sanken um knapp ein Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Die bis Ende 2019 im Sechsten Kapitel SGB XII geregelten Leistungen der Eingliederungshilfe wurden zum 1. Januar 2020 durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) in das SGB IX (Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen) überführt. Die Ausgaben der Eingliederungshilfe werden damit ab dem Berichtsjahr 2020 in einer eigenen Statistik erfasst: Danach wurden im Jahr 2020 für die Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem SGB IX netto insgesamt 20,8 Milliarden Euro ausgegeben, das war eine Steigerung um 7,8 Prozent gegenüber den Nettoausgaben für die Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem Sechsten Kapitel SGB XII im Jahr 2019. (Quelle: destatis, dpa, M+E-Newsletter Gesamtmetall)
Veranstaltung
„VSU im Gespräch mit…“ INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr
In der Talk-Veranstaltung „VSU im Gespräch mit…“ begrüßt die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände den Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Hubertus Pellengahr. Der INSM-Geschäftsführer skizziert die Herausforderungen, vor denen die nächste Bundesregierung angesichts seit Jahren steigender Sozialausgaben, einer ungelösten Rentenfrage, der Corona-Schulden und der nötigen Wirtschaftserholung steht.
VSU im Gespräch findet statt am
31. August 2021 zwischen 12.00 und 13.00 Uhr.
Bei Interesse melden Sie sich unter www.anmeldung-saar.de/talk-pellengahr bis zum 23. August 2021 an. Im Vorfeld der Veranstaltung geht Ihnen dann ein Einwahllink zu. (Quelle: VSU)