Technik ausprobieren und Experimentieren

Unternehmen informieren Schüler am Aktionstag über berufliche Perspektiven

„Lip care meets mechatronics“ und „Mensch und Roboter – das Dreamteam!“ sind nur zwei der acht Workshops, in denen Schülerinnen am 24. September 2022 von 10 bis 16 Uhr im Quartier Eurobahnhof Saarbrücken ihr handwerklich-technisches Geschick testen können. Zudem lernen sie mögliche Berufs- und Lebenswege kennen und erfahren etwas über Chancen und Herausforderungen in der Branche aus erster Hand. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Drei Unternehmen der saarländischen Metall- und Elektroindustrie sind am Aktionstag „Für Technik begeistern“ vertreten: In einem Projekt der Firma Robert Bosch setzen die Schülerinnen elektropneumatische Systeme in Gang. Einen Einblick in die Getriebe-Anwendungsentwicklung und das neue Ausbildungszentrum in Saarbrücken gewährt ihnen ZF. Durch Löten, Montieren, Konstruieren und Verpacken lernen die Teilnehmerinnen den Herstellungsprozess eines LED-Würfels bei Hydac kennen. Wissenswertes über Ausbildungsmöglichkeiten und Berufsbilder in der Metall- und Elektroindustrie im Allgemeinen bietet der M+E-InfoTruck. Der Aktionstag findet im Auftrag des Verbands der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes statt. Teilnehmen können Schülerinnen aller saarländischen Schulen oder mit Wohnort im Saarland ab 14 Jahren

Programm und Anmeldung: alwis-saarland.de/aktionstag

Verbände schalten Internet-Seite zur Ukraine-Hilfe frei

Die deutsche Wirtschaft lehnt den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine entschieden ab. In zahlreichen Statements haben das die Wirtschaftsverbände sowie einzelne Vertreter der Wirtschaft öffentlich deutlich gemacht.Jetzt geht es darum, konkrete Hilfe zu organisieren und mit den Folgen von Flucht, Sanktionen und unterbrochenen Lieferketten umzugehen. Hierfür haben die vier Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft eine gemeinsame Website eingerichtet.

Auf www.WirtschaftHilft.info informieren die Verbände über Möglichkeiten zu spenden, beantworten Fragen zu Sanktionen, Wirtschaftshilfen, Kurzarbeitergeld und der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Gleichzeitig soll das Engagement der Arbeitgeber und ihrer Beschäftigten in Deutschland sichtbar werden. Beispiele dafür werden auf der Internetseite erscheinen.

Saarländischer Außenhandel ist vom Krieg Russlands in der Ukraine betroffen

Bei Einfuhren dominieren Kohle und Erz, bei der Ausfuhr der Maschinenbau

Die saarländische Wirtschaft ist im Rahmen des von Russland begonnenen Kriegs in der Ukraine besonders bei den Im- und Exporten deutlich betroffen. Beim Import sind es vor allem Eisenerze, Steinkohle und Kunststoffe, die saarländische Unternehmen aus Russland beziehen. Für diese Warengruppen müssen sie nun andere Lieferländer auftun. Beim Export betrifft es Maschinen, Mineralölerzeugnisse sowie Fahrzeugteile. Im vergangenen Jahr hat das Saarland Waren in einem Wert von 436,5 Millionen Euro aus Russland eingeführt, ein Jahr zuvor waren es 229,2 Millionen Euro. Der Anteil an den Einführen insgesamt betrug 2021 2,7 Prozent. Die Ausfuhren in die russische Föderation hatten im vergangenen Jahr einen Wert von 205,1 Millionen Euro, 2020 waren es 176,6 Millionen Euro. Der Anteil dieser Region an allen Exporten des Saarlandes lag 2020 bei 1,4 Prozent. Diese Daten hat das Statistische Amt des Saarlandes veröffentlicht.

Der Außenhandel mit der Ukraine ist deutlich geringer. Die Exporte beliefen sich im vergangenen Jahr auf 31,5 Millionen Euro, ein Anteil von 0,2 Prozent aller Exporte. Importiert hat das Saarland Waren im Wert von 27,4 Millionen Euro, auch dies macht einen Anteil von 0,2 Prozent an den Importen aus. Wichtigste Warengruppen bei der Einfuhr waren im vergangenen Jahr Eisenlegierungen, chemische Halbwaren sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und Verteilung. Beim Export dominierten Körperpflegemittel und Duftstoffe, Pharmazeutische Erzeugnisse und Maschinen.

Corona-Pandemie kostet hohen Milliarden-Betrag

Die Corona-Pandemie kostet viele hundert Millarden Euro. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) hat berechnet, dass bereits 350 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung verloren gegangen sind. In den vergangenen zwei Jahren gaben die Deutschen 270 Milliarden Euro weniger für ihren Konsum aus. Außerdem investierten die Unternehmen rund 60 Milliarden weniger. IW-Chef Michael Hüther bezeichnete die Entwicklung als Bedrohung für den Wohlstand. Die Erholung werde sich noch lange hinziehen.

Probleme bei den Produktionsprozessen

Warum wir Ansiedlungen brauchen

Das Saarland soll auch weiter Industrieland bleiben

Wohlstand in Deutschland ist vor allem durch die Industriebedingt. Ohne werthaltige Arbeitsplätze verlieren wir Wertschöpfung und Einkommen. Gerade in einem Industrieland wie dem Saarland ist es deshalb wichtig, auch künftig gute Industriearbeitsplätze zu sichern. Das Thema muss schon deshalb erste Priorität bei Politik und Bevölkerung haben, da durch den Wechsel von der Verbrennertechnik zur E-Mobilität viele Tätigkeiten hier im Land wegfallen werden. Umso wichtiger ist es, mit einer aktiven Ansiedlungspolitik in den Bereichen Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung neue Arbeitsplätze zu schaffen. VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter hat sich deshalb in einem Gastbeitrag in der "Saarbrücker Zeitung" dafür ausgesprochen, die geplante Ansiedlung der Batterieproduktion in Überherrn und Heusweiler nicht wegen Bürgerprotesten voreilig zu blockieren. Vielmehr sei es wichtig, dem Unternehmen die entscheidenden Fragen zur Ansiedlung zu stellen und einen geordneten Prüfprozess zu durchlaufen. Eine Auseinandersetzung, die weniger auf der Basis von Fakten als vielmehr von Emotionen stattfinde, schade dem Image des Saarlandes. "Hier gilt es, auf eine sachliche Grundlage zurückzukehren" schreibt Schlechter. Er fordert ein starkes Signal aller Beteiligten, von der Politik ebenso wie von Gewerkschaften und Unternehmen, dass das Saarland auch in Zukunft Industrieland bleibt und als Industrieland Zukunft hat.

Gastbeitrag in der Saarbrücker Zeitung

Homeoffice wird zum Einfallstor für Internet-Kriminelle

Sicherheitslücken beim mobilen Arbeiten haben 2020 einen Schaden von 52 Milliarden Euro gebracht

Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage: Noch nie haben Cyberkriminelle bei deutschen Unternehmen einen so hohen Schaden verursacht wie 2020. Während den Firmen 2019 noch rund 103 Milliarden Euro verloren gingen, waren es im vergangenen Jahr bereits 223 Milliarden Euro, wie eine Bitkom-Umfrage zeigt. Anhand dieser und weiterer Daten summiert sich der Schaden, der durch Angriffe im Homeoffice entstanden ist, auf rund 52 Milliarden Euro. Das ist das Ergebnis einer neuen IW-Studie. 

Das Homeoffice ist für Cyberkriminelle ein Geschenk: Jeder Mitarbeitende, der von zuhause arbeitet, nutzt Verbindungen, die oft leichter angegriffen werden können als solche im Firmennetzwerk. Entsprechend muss die IT-Sicherheit während der Pandemie besonders geschützt werden. Das ist bei vielen Unternehmen offensichtlich nicht der Fall gewesen: Ein Viertel der Schadenszunahme aus dem vergangenen Jahr lässt sich auf die Arbeit im Homeoffice zurückführen. „Zu oft gab es keine Firmen-Laptops, keine Schulungen und keine Sicherheitskonzepte“, sagt IW-Studienautorin Barbara Engels. 

Zur IW-Studie

Impfen bleibt wichtigste Corona-Maßnahme

VSU ruft gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium zum Impfen auf

Das Saarland nimmt bei den Impfungen gegen Corona einen Spitzenplatz ein. Mehr als die Hälfte aller Saarländer sind bereits vollständig geimpft. Um das Virus einzudämmen ist aber eine noch deutlich höhere Impfquote vonnöten. Deshalb ruft die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände die Unternehmen und ihre Mitarbeiter im Saarland auf, sich impfen zu lassen, solange dies noch nicht geschehen ist. "Impfen ist der Königsweg gegen die Pandemie", sagt VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter. Deshalb ist es wichtig, eine möglichst große Immunität in der Bevölkerung zu erreichen. Dies gilt besonders angesichts der Bedrohung durch eine vierte Welle, ausgelöst von neuen Corona-Mutanten. Seit Juni sind in zahlreichen saarländischen Betrieben auch Impfärzte in die Corona-Impfcampagne eingebunden. Impfungen sind außerdem - auch sehr kurzfristig - in den saarländischen Impfzentren sowie in Hausarztpraxen möglich.

Digitalisierung ermöglicht Automatisierung komplexer Tätigkeiten

IAB-Studie: Hohe Zunahme in Spezialistenberufen

Mit der zunehmenden Digitalisierung steigt auch der Anteil der Tätigkeiten, die potenziell von Computern erledigt werden können. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Demnach steigen die potenziell wegfallenden Tätigkeiten in Fachkraftberufen mit 4,6 und Spezialistenberufen mit 4,8 Prozentpunkten zwischen 2016 und 2019 besonders stark an. In den Helferberufen ist der Anteil mit 0,7 Prozentpunkten am wenigsten stark gestiegen. Die Studie zeigt, dass durch den Einsatz neuer digitaler Technologien zunehmend komplexe Tätigkeiten automatisiert werden können. „Die in den letzten Jahren marktreif gewordenen Technologien sind eher auf die Substitution komplexerer Tätigkeiten ausgerichtet“, sagt Britta Matthes, Leiterin der IAB-Forschungsgruppe „Berufe in der Transformation“. 2019 arbeiteten in Deutschland 11,34 Millionen Personen in einem Beruf, in dem eine große Zahl der Tätigkeiten heute schon potenziell von Computern erledigt werden könnte.  

zur IAB-Studie

DIW: Corona in Schwellenländern bleibt Risiko für die Konjunktur

Die geringe Impfquote in den Schwellenländern bleibt ein Risiko für die Konjunktur in Deutschland. Vor allem bei Elektronik und Zulieferprodukten in der Autoindustrie könne es durch weitere Corona-Wellen in Schwellenländenr zu Abbrüchen in den Lieferketten kommen, sagt DIW-Expertin Geraldine Dany-Knedlik. Wenn es vor Ort Eindämmungsmaßnahmen gibt, werde dies auch die Produktion vor Ort und damit die Belieferung der Unternehmen in den entwickelten Ländern betroffen. Vor allem in Indien, mehreren asiatischen Ländern und in Südamerika sind die Impferfolge noch gering.

Die Konjunkturerwartungen des DIW

Wirtschaft kritisiert Lieferkettengesetz

Schlechter: Neues Gesetz ist Bürokratiemonster

Die saarländische Wirtschaft kritisiert das neue Lieferkettengesetz. Das geplante Gesetz sei in der aktuellen Form eine Belastung für die Unternehmen, sagt Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) und Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Saar. „Viele Unternehmen haben hunderte direkte Zulieferer“, sagt Schlechter „Wenn sie nun all diese Zulieferer kontrollieren sollen, ist das ein erheblicher bürokratischer Aufwand“, sagt er. Er fürchtet, dass die Wirtschaft im Lnd dadurch einen erheblichen Wettbewerbsnachteil erleidet. Dass sich, wie vom Gesetzgeber beabsichtigt, durch das Gesetz an der Menschenrechtslage etwas ändert, sei dagegen kaum zu erwarten. 

Bürokratiemonster Lieferkettengesetz

Schlechter: Wir müssen auch über längere Lebensarbeitszeit diskutieren können

Demografische Entwicklung wird zur Gefahr für das Rentensystem

Angesichts eines drohenden Kollapses der Rentenversicherung erwartet VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter von der Politik auch eine Diskussion über eine verlängerte Lebensarbeitszeit. „Wenn Menschen immer älter werden, führt kein Weg daran vorbei, auch die Lebensarbeitszeit den neuen Gegebenheiten anzupassen“, sagt Schlechter. Durch die demografische Entwicklung und die längere Lebensarbeitszeit müssen immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner finanzieren. Während bei der Konzeption des Sozialsystems unter Konrad Adenauer noch fünf Arbeitnehmer einen Rentner finanziert haben, liegt die Last nun auf weniger als zwei Arbeitnehmern. „Das Verhältnis aus Arbeits- und Rentenphase darf nicht so verschoben werden, dass die jungen Menschen über Gebühr belastet werden“, sagt Schlechter. „Es muss deshalb erlaubt sein, auch über einen späteren Renteneintritt nachzudenken. Sonst ist die Belastung für die Generation unserer Kinder nicht mehr zu schultern.“

Rentensystem in Schieflage

IWD - volkswirtschaftliche Entwicklungen in Kürze

In der Volkswirtschaft geht nichts einfach. Viele Entwicklungen bedingen sich gegenseitig, so dass geänderte Rahmenbedingungen häufig mit Nebenwirkungen einhergehen. Wer sich für volkswirtschaftliche Entwicklungen interessiert, findet mit dem IWD-Newsletter eine interessante Sammlung aktueller Entwicklungen - übersichtlich und schnell erklärt.

Unsere Dachverbände und Partner-Initiativen

Als starker Verband wirken wir nicht nur vor Ort im Saarland, sondern engagieren uns gemeinsam mit unseren Dachverbänden und Partnern auch für Ordnungspolitik und eine ausgewogene Soziale Marktwirtschaft im Bund. Damit der Wirtschaftsstandort Deutschland auch künftig konkurrenzfähig bleibt.