Kabinett beschließt Testpflicht für Unternehmen

Politik setzt trotz breitem Engagement auf Zwang
Testen und Nachverfolgen gilt neben einer breiten Impfstrategie als sinnvoller Weg bei der Pandemiebekämpfung. Seit mehreren Wochen haben bereits zahlreiche Unternehmen ein breites Testregime für ihre Mitarbeiter aufgebaut. Trotzdem hat das Bundeskabinett am 13. April eine Testpflicht für Unternehmen beschlossen. Diese müssen ihren Beschäftigten in den Betrieben nun je nach Grad des Kontakts ein bis zwei Corona-Tests pro Woche anbieten. Es besteht allerdings nur die Angebotspflicht, der Test selbst muss nicht dokumentiert und bescheinigt werden. Beschäftigte sind nicht verpflichtet, das Testangebot anzunehmen. Eine Erstattung der Testkosten durch den Staat ist nicht vorgesehen.

Fragenkatalog zu Unternehmenstests

Erklärung der Spitzenverbände

Informationen zu Testmöglichkeiten im Saarland


Grenzpendler dürfen nur noch mit Negativtest über die Grenze

Seit der Nacht auf Dienstag, den 02. März, dürfen Grenzpendler nur noch mit einer Bescheinigung über einen Negativ-Test die Grenze überqueren, der nicht älter als 48 Stunden ist. Grund dafür ist, dass das Département Moselle zum Virus-Varianten-Gebiet erklärt worden ist. Grenzkontrollen sollen dabei vermieden werden, es finden aber unregelmäßige Kontrollen in der Grenzregion beziehungsweise im Hinterland statt.
Die Landesregierung hat für Unternehmen, die weiterhin Grenzgänger beschäftigen, für eine Übergangszeit kostenlose Tests zur Verfügung gestellt. Nachdem die ersten 100.000 Tests bereits nach wenigen Stunden vergeben waren, hat die Landesregierung weitere 50.000 Tests bereit gestellt, die über das Terminbuchungssystem bei der Industrie- und Handelskammer bestellt werden können. Unternehmen können sich unter

survey.lamapoll.de/Schnelltest-1/

für die Testabholung registrieren lassen. Die Abholung erfolgt nach Termin im Gebäude Talstraße 15, 66119 Saarbrücken. Parkplätze sind direkt vor Ort.

Mit den weiteren Tests sollen Unternehmen unterstützt werden, die bisher bei der Verteilung noch nicht zum Zuge gekommen sind. Ziel ist es, dass Unternehmen Möglichkeiten schaffen, ihre Grenzgänger zu testen.

Gleichzeitig sind die Unternehmen gehalten, ein eigenes Testregime aufzubauen und sich über entsprechende Spezialisten mit Tests zu versorgen.

Bezugsquellen sowie Antworten auf viele Fragen rund um die Tests finden Sie auf der unten angehängten Frage- und Antwort-Liste.

Bei Fragen können Sie sich auch an die Corona-Hotline der IHK wenden:
(0681/9520-500, Montag bis Freitag: 8.00 – 17.00 Uhr) wenden oder eine E-Mail (coronasaarland.ihk.de) senden.

FAQ zu Tests bei Grenzgängern als Download

Muster - Einwilligungserklärung zur Ausführung eines Corona-Schnelltests incl. Verarbeitung personenbezogener Daten

Muster für Testbestätigungen

Was Unternehmen jetzt über Corona wissen müssen

Foto: Adobe Stock
Foto: Adobe Stock

Schulen und Kindergärten schließen, Geschäfte sind zu, große Unternehmen stellen den Betrieb ein. Das Saarland ist fest im Griff eines winzigen Virus. Wir halten Sie über die neuesten Entwicklungen rund um Corona auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen finden Sie auf unseren Spezialseiten zu Corona.  Was Unternehmen jetzt wissen müssen


VSU lehnt Entwurf für Lieferkettengesetz ab

Viele Unternehmer haben zahlreiche Geschäftspartner, die wiederum mehrere tausend Geschäftspartner haben. "Ein Mittelständler im Saarland ist schlicht nicht in der Lage, bei tausenden Unternehmen weltweit die Einhaltung von Arbeitsbedingungen, Streikrecht oder Menschenrechtslage vor Ort zu kontrollieren und sicherzustellen", sagt VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter. Vollständige Meldung


Steinmeier und Verbände werben für Ausbildung

Bundespräsident Frank Walter Steinmeier und die Vertreter der Spitzenverbände der Wirtschaft haben die Unternehmen aufgerufen, auch in der Corona-Krise weiter auszubilden. "Setzen Sie wo immer möglich und trotz schwieriger Rahmenbedingungen Ihr Engagement für die Ausbildung fort", heißt es in einem gemeinsamen Appell. "Es geht um die Zukunftschancen der jungen Generation und Ihre Fachkräfte von morgen." Steinmeier betonte die Bedeutung der dualen Ausbildung, um die andere Länder Deutschland beneiden. "Besinnen wir uns gerade jetzt, in der Krise, auf diesen Schatz", sagte er. An die jungen Leute appellierte er, sich trotz aller Widrigkeiten in der Corona-Krise um einen Ausbildungsplatz zu bewerben.


Oswald Bubel: Wir dürfen es nicht riskieren, die Wirtschaft komplett abzuwürgen.

Angesichts des Bund-Länder-Treffens zum weiteren Vorgehen im Rahmen der Corona-Pandemie fordert VSU-Präsident Oswald Bubel eine Langfriststrategie für den Umgang mit dem Corona-Virus. „Das Virus wird nicht verschwinden“, sagt Oswald Bubel. „Wir werden deshalb noch lange Zeit mit Corona leben müssen.“ vollständige Pressemeldung

Nachwuchssicherung - Foto: Gesamtmetall

Aktiv für mehr MINT im Land

Je nach Branche und Unternehmen sind etwa 50 – 60 Prozent der Mitarbeiter in der M+E Industrie MINT-Fachkräfte - Dies bedeutet Facharbeiter, Meister und Techniker sowie Akademiker der Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Fachkräftesicherung bedeutet daher vor allem die Stärkung und Sicherung von MINT-Kompetenzen.... mehr

Foto: Hydac GmbH - Tag der Ausbildung

Verzahnung von Schule und Wirtschaft

In der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) SCHULEWIRTSCHAFT Saarland bilden Schulleiter und Lehrkräfte gemeinsam mit Ausbildern und Unternehmern Arbeitskreise, in denen sie partnerschaftlich zusammenarbeiten. Diese treffen sich in der Regel zweimal jährlich in den jeweiligen Landkreisen. Wirtschaftliche und pädagogische Themen finden in den gemeinsamen Aufgaben gleichwertige Berücksichtigung. Wichtig für ein gutes Gelingen ist ein kontinuierlicher Erfahrungsaustausch auf allen Ebenen.