Unsere Industrie braucht Zukunft
Stabilität und Veränderungen in Erwerbsverläufen: Nur ein Arbeitgeber war schon immer die Ausnahme

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Der IAB-Kurzbericht 14/2026 beschäftigt sich mit dem Thema "Nur ein Arbeitgeber war schon immer die Ausnahme" von Dana Müller und Philipp vom Berge.
Sind Erwerbsbiografien im Zeitverlauf instabiler geworden? Und wenn ja, in welchem Ausmaß? Antworten auf diese Fragen gibt eine Analyse von Beschäftigungsdauern und Arbeitgeberwechseln für verschiedene Erwerbsphasen sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter. Dabei werden Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland sowie zwischen Frauen und Männern in den Blick genommen.
Abstract, Grafiken und einen kostenlosen Volltext-Download finden Sie unter:
Warum die meisten Bundesländer aus der Berufseinstiegsbegleitung ausgestiegen sind

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Die Berufseinstiegsbegleitung soll die Arbeitsmarktperspektiven förderungsbedürftiger Jugendlicher verbessern. Das Programm setzt jedoch eine Kofinanzierung durch die Bundesländer voraus, zu der mittlerweile nur noch fünf Länder bereit sind. Neben Kritik an der Wirksamkeit des Programms dürfte auch die Haushaltssituation der Länder eine Rolle spielen. (Bericht von Michaela Dreier und Pascal Heß)
Im Rahmen der Berufseinstiegsbegleitung (BerEB) werden förderungsbedürftige junge Menschen von Coaches auf ihrem Weg von der Schule in eine Berufsausbildung individuell begleitet und unterstützt – teils über mehrere Jahre hinweg.
IAB: Nur eine Minderheit der Personen ohne Berufsabschluss kennt Weiterbildungsprämie und Weiterbildungsgeld

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Aktuelle Befragungsdaten zeigen, dass viele Menschen ohne Berufsabschluss nur unzureichend über Fördermöglichkeiten zur Nachqualifizierung informiert sind. Besonders gering ist der Bekanntheitsgrad der Weiterbildungsprämie sowie des seit Juli 2023 eingeführten Weiterbildungsgeldes. Dabei zählen Personen ohne Berufsabschluss zu den zentralen Zielgruppen dieser Instrumente. Gleichzeitig äußert ein großer Teil der Befragten ein grundsätzliches Interesse an einer Umschulung. Ausschlaggebend sind dabei vor allem bessere Arbeitsmarktchancen sowie die Aussicht auf ein passendes und anerkanntes Berufsziel. Empirische Studien belegen zudem, dass Umschulungen die Erwerbschancen von Arbeitslosen im Durchschnitt deutlich verbessern.
Beitrag aus der Serie "Berufliche Weiterbildung" von Elisabeth Artmann, IAB-Forum
Arbeitswissenschaftliches Forum 2026
MENSCHEN STÄRKEN, ERGEBNISSE VERBESSERN: FÜHRUNG – PERFORMANCE – ENTGELT

Veränderungen hin zum wirtschaftlichen Erfolg beginnen dort, wo Menschen und Organisationen gemeinsam miteinander wachsen. Hierzu bietet unser diesjähriges Arbeitswissenschaftliches Forum Orientierung, wertvolle Impulse und Handlungsempfehlungen. Unter dem Motto „Menschen stärken, Ergebnisse verbessern“ widmen sich die Verbände ME Saar, Hessenmetall, vem die arbeitgeber und Pfalzmetall den drei zentralen Bereichen moderner Organisationsentwicklung: wirksame Führung, individuelle Performance sowie eine faire, transparente Entgeltgestaltung. Im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden Kongressforums gibt es aktuelle Einblicke in die betriebliche Praxis.
Jede vierte Person hält eine Vollzeitbeschäftigung von Müttern mit Kindern unter drei Jahren für angemessen
Ergebnisse einer Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus dem Jahre 2022

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Eine repräsentative IAB-Befragung zeigt, dass 55 Prozent der 18- bis 60-Jährigen Teilzeitarbeit ab 15 Wochenstunden für Mütter mit Kindern unter drei Jahren für angemessen halten, während nur ein Fünftel eine externe Ganztagesbetreuung befürwortet. Im Durchschnitt wird Teilzeitarbeit rund zweieinhalb Jahre nach der Geburt akzeptiert, eine Vollzeitbeschäftigung erst ab einem Kindesalter von fast sechs Jahren. Besonders Frauen, Eltern jüngerer Kinder, Ostdeutsche und Personen mit höherem Bildungsniveau sprechen sich für eine frühere Berufsrückkehr und externe Betreuung aus.
Die Einstellungen zur Erwerbstätigkeit von Müttern und zur externen Kinderbetreuung wurden über zwölf Jahre hinweg in der IAB-Panelstudie „Arbeitsmarkt und soziale Sicherung“ untersucht. Die Ergebnisse der Befragung sind repräsentativ für 18- bis 60-Jährige in Deutschland.
Die Studie ist online abrufbar
Deutsche Erwerbsbevölkerung sinkt in den kommenden 40 Jahren um 23 Prozent
OECD empfiehlt längere Lebensarbeitszeit zur Sicherung der Renten

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Die OECD warnt in ihrem Bericht „Pensions at a Glance 2025“ vor einer zunehmenden Herausforderung bei der Rentenfinanzierung in Deutschland. Aufgrund des schrumpfenden Erwerbspersonenpotentials wird eine längere Lebensarbeitszeit als wesentliche Maßnahme zur Stabilisierung der Renten gesehen.
Die deutsche Nettoersatzquote wird voraussichtlich nur 53,3 Prozent betragen, was unter dem OECD-Durchschnitt von 63,2 Prozent liegt. Angesichts der bereits hohen Steuer- und Abgabenquote in Deutschland betont die OECD, dass eine Anhebung des Rentenalters entscheidend sein könnte, um die Renten auch künftig zu sichern.
Studie: Staat bringt geplante Investitionen nicht auf die Straße
Fifo: Fachkräftemangel und Bürokratie hemmen den geplanten Aufschwung

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Eine aktuelle Studie des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts Köln (Fifo) unter dem Titel "Viel Geld erfolgreich ausgeben" lässt Zweifel am Plan des Bundes, die Infrastruktur mit Investitionen von über 100 Milliarden Euro zu sanieren. "Der schwierige Teil kommt jetzt, wenn es darum geht, die vielen PS auf die Straße zu bringen", sagt Studienautor Michael Thöne dem Handelsblatt. Tatsichlich sei es dem Bund bisher nicht gelungen, mehr als 60 Milliarden Euro an Investitionen pro Jahr umzusetzen. Grund dafür sind der Fachkräftemangel im öffentlichen Sektor, zu viele Hemmnisse bei öffentlichen Genehmigungen und Hemmnisse durch einen eng verflochtenen "Mehr-Ebenen-Staat". Um den Aufschwung zu erreichen, müssten Dutzende Regeln vereinfacht werden, die Kommunen finanziell wieder solide ausgestattet werden und Genehmigungen beschleunigt. Dazu müssten zahlreiche Fachkräfte eingestellt werden.
Viele Senioren bleiben auch nach 66 im Job
DIW: Sieben Prozent arbeiten über die Renten-Grenze hinaus und stützen den Arbeitsmarkt

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Nach Erreichen der Regelaltersgrenze sind in Deutschland weiterhin sieben Prozent der Menschen ab 66 Jahren erwerbstätig. Das zeigt eine DIW-Studie auf Basis des Mikrozensus 2022.
Die Gruppe arbeitet im Schnitt 19 Wochenstunden und leistet damit einen Beitrag zur Arbeitsfähigkeit der Wirtschaft. Häufig sind ältere Menschen in Berufen tätig, die unter Fachkräftemangel leiden. 23 Prozent der Erwerbstätigen über 66 Jahren arbeiten in sogenannten Engpassberufen – ein ähnlicher Anteil wie bei jüngeren Arbeitnehmern. Die Entscheidung, im Alter weiterzuarbeiten, wird maßgeblich von der individuellen Verfassung beeinflusst: Je besser die gesundheitliche Verfassung und je höher das Ausbildungsniveau, desto höher ist die Erwerbsbeteiligung. Bei guter Gesundheit arbeitet noch rund jeder Fünfte der 66- bis 69-Jährigen.
Zuwanderer schließen im MINT-Bereich Fachkräftelücken

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Ohne Zuwanderung wäre die Fachkräftelücke im MINT-Bereich noch deutlich größer als aktuell. Das zeigt eine Sonderauswertung im aktuellen MINT-Report. Demnach stehen rund 153.000 internationale MINT-Absolventinnen und Absolventen, die in Deutschland studiert haben, für eine Wertschöpfung in Höhe von 14,6 Milliarden Euro. Sie stärken Innovation und Gründungen. Und verringern den Fachkräftemangel, der trotzdem immens ist: Trotz der konjunkturellen Abkühlung fehlen in Deutschland 148.888 Fachkräfte in den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern.
EuGH beendet Mindestlohn-Debatte
Ein einem Urteil hat der EuGH die 60-Prozent-Regel sowie weitere zentrale Vorgaben in der europäischen Mindestlohnrichtlinie gekippt. Damit ist eine Anpassung des deutschen Mindestlohn-Gesetzes vom Tisch. Das Gericht verneint zu Recht eine direkte europäische Kompetenz für die Festlegung einheitlicher Lohnuntergrenzen. Das sind gute Nachrichten für Deutschland, denn für das Mindestlohngesetz ergeben sich so keine neuen Anpassungspflichten.
Arbeitgeber fordern ein Miteinander der Regierung statt Konfrontation
Deutliche Kritik an Aussagen der Bundesarbeitsministerin
Dass die Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas beim Juso Kongress zum Kampf gegen die Arbeitgeber aufruft, lässt Zweifel daran aufkommen, ob die aktuelle Bundesregierung tatsächlich den Ernst der Lage der Unternehmen erkannt hat. „Die jüngsten Äußerungen aus der Bundesregierung lassen Zweifel daran aufkommen, ob der Wert und die Unabhängigkeit der Sozialpartnerschaft allen Beteiligten bewusst sind", sagt Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger. Ein Aufruf zum Kampf gegen Arbeitgeber sei in der Geschichte der Bundesrepublik beispiellos und mit dem Grundverständnis einer gleichberechtigten Sozialpartnerschaft nicht vereinbar. "Die Behauptung, Arbeitgeber denken nur an sich, ist schlicht falsch. Und der Zuruf an die Arbeitgeber, die Rentenreform belaste Arbeitgeber nicht, weil sie aus Steuermitteln finanziert werde, ist ein offenkundiger ökonomischer Irrtum."
Im Saarland bleibt jedes 5. Kind ohne Betreuung

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Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt dramatische Zahlen: Im Saarland fehlen Betreuungsplätze für knapp 19% der unter Dreijährigen. Damit gehört das Saarland nach Bremen und Rheinland-Pfalz zu den Regionen mit der größten Kita-Lücke in Westdeutschland. Gleichzeitig prognostizieren die Forscher einen steigenden Betreuungsbedarf in den kommenden Jahren - unter anderem wegen der von der Landesregierung angekündigten Beitragsfreiheit. Hier klafft eine ideologische Schere: Statt in kostenlose Kita-Plätze sollte die Politik lieber in eine bessere Betreuungsqualität und eine bessere Abdeckung investieren. In Mecklenburg-Vorpommern beträgt die Betreuungslücke nur vier Prozent. Der rasche Ausbau der Betreuungsinfrastruktur ist im Saarland dringend notwendig, um Familien zu entlasten und die notwendigen Fachkräfte für unsere regionale Wirtschaft zu sichern.
Die MINT-Lücke gefährdet die Transformation
In Deutschland fehlen immer mehr MINT-Fachkräfte. Im September gab es 418.200 offene Stellen in MINT-Berufen. Demgegenüber standen 226.300 arbeitslos gemeldete Menschen, die nach einem entsprechenden Job suchen.
Tarifzwang ist der falsche Weg
Auch nach dem Bruch der Ampel-Koalition hält die Regierung am Tariftreuegesetz fest. Das Gesetz verpflichtet Unternehmen, vorgegebene Tarifbedingungen einzuhalten, wenn sie sich für öffentliche Aufträge bewerben.
Baby-Boomer-Lawine
Auf die Vielzahl der Baby-Boomer, die jetzt in den Ruhestand eintreten, ist die Regierung nicht vorbereitet. Deshalb muss die Regierung jetzt dringend die Dynamisierung der Altersgrenze angehen.
IWD - volkswirtschaftliche Entwicklungen in Kürze
In der Volkswirtschaft geht nichts einfach. Viele Entwicklungen bedingen sich gegenseitig, so dass geänderte Rahmenbedingungen häufig mit Nebenwirkungen einhergehen. Wer sich für volkswirtschaftliche Entwicklungen interessiert, findet mit dem IWD-Newsletter eine interessante Sammlung aktueller Entwicklungen - übersichtlich und schnell erklärt.