DIW: Corona in Schwellenländern bleibt Risiko für die Konjunktur

Die geringe Impfquote in den Schwellenländern bleibt ein Risiko für die Konjunktur in Deutschland. Vor allem bei Elektronik und Zulieferprodukten in der Autoindustrie könne es durch weitere Corona-Wellen in Schwellenländenr zu Abbrüchen in den Lieferketten kommen, sagt DIW-Expertin Geraldine Dany-Knedlik. Wenn es vor Ort Eindämmungsmaßnahmen gibt, werde dies auch die Produktion vor Ort und damit die Belieferung der Unternehmen in den entwickelten Ländern betroffen. Vor allem in Indien, mehreren asiatischen Ländern und in Südamerika sind die Impferfolge noch gering.

Die Konjunkturerwartungen des DIW

Schlechter: Wir müssen auch über längere Lebensarbeitszeit diskutieren können

Demografische Entwicklung wird zur Gefahr für das Rentensystem

Angesichts eines drohenden Kollapses der Rentenversicherung erwartet VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter von der Politik auch eine Diskussion über eine verlängerte Lebensarbeitszeit. „Wenn Menschen immer älter werden, führt kein Weg daran vorbei, auch die Lebensarbeitszeit den neuen Gegebenheiten anzupassen“, sagt Schlechter. Durch die demografische Entwicklung und die längere Lebensarbeitszeit müssen immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner finanzieren. Während bei der Konzeption des Sozialsystems unter Konrad Adenauer noch fünf Arbeitnehmer einen Rentner finanziert haben, liegt die Last nun auf weniger als zwei Arbeitnehmern. „Das Verhältnis aus Arbeits- und Rentenphase darf nicht so verschoben werden, dass die jungen Menschen über Gebühr belastet werden“, sagt Schlechter. „Es muss deshalb erlaubt sein, auch über einen späteren Renteneintritt nachzudenken. Sonst ist die Belastung für die Generation unserer Kinder nicht mehr zu schultern.“

Rentensystem in Schieflage

Wirtschaft kritisiert Lieferkettengesetz

Schlechter: Neues Gesetz ist Bürokratiemonster

Die saarländische Wirtschaft kritisiert das neue Lieferkettengesetz. Das geplante Gesetz sei in der aktuellen Form eine Belastung für die Unternehmen, sagt Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) und Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Saar. „Viele Unternehmen haben hunderte direkte Zulieferer“, sagt Schlechter „Wenn sie nun all diese Zulieferer kontrollieren sollen, ist das ein erheblicher bürokratischer Aufwand“, sagt er. Er fürchtet, dass die Wirtschaft im Lnd dadurch einen erheblichen Wettbewerbsnachteil erleidet. Dass sich, wie vom Gesetzgeber beabsichtigt, durch das Gesetz an der Menschenrechtslage etwas ändert, sei dagegen kaum zu erwarten. 

Bürokratiemonster Lieferkettengesetz

Frist für Corona-Bonus wird verlängert

Bundesrat billigt Abzugssteuerentlastungsmodernisierungsgesetz

Der Bundesrat hat am 28. Mai dem „Gesetz zur Modernisierung der Entlastung von Abzugssteuern und der Bescheinigung der Kapitalertragsteuer“ (sogenanntes „Abzugssteuerentlastungsmodernisierungsgesetz“) in der vom Bundestag beschlossenen Fassung zu. Das Gesetz beinhaltet die für die Arbeitgeber wichtige Verlängerung der Zahlungsfrist der steuer- und beitragsfreien „Corona-Prämie“ bis zum 31. März 2022 (Artikel 1 Absatz 2 des Gesetzes). Das Gesetz tritt mit der Eintragung ins Bundesgesetzblatt in Kraft. Bislang galt, dass ein mit der Corona-Pandemie verknüpfter Bonus von bis zu 1500 Euro bis zum 30. Juni ausgezahlt werden musste, um Steuer- und Abgabenfreiheit zu genießen.

MINT-Fachkräftelücke steigt deutlich an

Digitalisierung, Dekarboinisierung und Demografie erhöhen den Fachkräftebedarf im MINT-Bereich.

Der Fachkräftebedarf im MINT-Bereich wird weiter kräftig steigen. Nach einem Rückgang der Nachfrage im Rahmen der Corona-Pandemie steigt die MINT-Lücke wieder deutlich an. Im April betrug sie 145.000. Vor allem die demografische Entwicklung macht sich beim Bedarf bemerkbar. In den kommenden Jahren werden zwei Drittel des akademischen Nachwuchses allein dafür gebraucht, ausscheidende Fachkräfte zu ersetzen. Das jährliche Neuangebot an beruflich Qualifizierten wird nicht einmal dafür ausreichen, den Ersatzbedarf zu decken.

Die Digitalisierung erhöht den Bedarf an IT-Experten und IT-Fachkräften. Insgesamt erwarten 40 Prozent der Unternehmen einen steigenden Bedarf an IT-Experten und 54 Prozent an IT-Fachkräften. Bei Unternehmen mit einem sehr großen Stellenwert in der Digitalisierung erwarten dies sogar 69 Prozent bei IT-Experten und 75 Prozent bei IT-Fachkräften. Der Klimaschutz erhöht den Bedarf an MINT-Kräften. Für die Entwicklung klimafreundlicher Technologien und Produkte erwarten 32 Prozent der Unternehmen einen zusätzlichen Bedarf an IT-Experten, 19 Prozent einen zusätzlichen Bedarf an Ingenieuren und Umweltingenieuren und 15 Prozent einen steigenden Bedarf an sonstigen MINT-Experten. Bei den großen Unternehmen sind es sogar 63 Prozent bei IT-Experten, 43 Prozent bei Ingenieuren/Umweltingenieuren bzw. 32 Prozent bei sonstigen MINT-Experten.

Angebot ist durch die Pandemie deutlich zurückgegangen

Die Saarländischen Unternehmensverbände suchen:

einen Volljuristen/eine Volljuristin (m/w/d)

Sie interessieren sich für die Tätigkeit in einem Arbeitnehmerverband? Sie haben Erfahrung im Arbeits- und Sozialrecht? Sie wollen in einer kollegialen Atmosphäre arbeiten und ein Dezernat eigenverantwortlich führen? Und Sie suchen eine neue Herausforderung? Dann sollten wir miteinander ins Gespräch kommen. Weitere Details

Schlechter: Impfen ist der Königsweg aus der Krise

Betriebsärzte im Saarland stehen bereit

Die Unternehmen im Saarland sind bereit für den Start der Impfungen durch Betriebsärzte. Darauf weißt die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände hin. Zahlreiche Betriebe haben demnach bereits entsprechende Infrastruktur aufgebaut und ihre Mitarbeiter geschult. "Impfen ist der Königsweg aus der Krise", betont VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter. Jetzt gelte es von Seiten der Politik, die Impfstoffverfügbarkeit so sicherzustellen, dass auch auf breiter Front in den Unternehmen geimpft werden kann. Auch die Spitzenverbände der Wirtschaft haben eine Initiative zum schnelleren Impfen im Betrieb gestartet.

Alle Informationen rund um die Test- und Impfanstregungen in den Betrieben gibt es unter:

www.wirtschafttestetgegencorona.de

Firmen im Saarland für Abkehr von Corona-bedingter Homeoffice-Pflicht

Die Unternehmen im Saarland begrüßen den Vorstoß von Wirtschaftsminister Peter Altmaier zur schrittweisen Lockerung der Homeoffice-Pflicht. Es gelte, „mit fortschreitendem Impffortschritt und sinkender Inzidenz die Rückkehr zu einem normalen Geschäftsbetrieb zu ermöglichen“, sagte VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter: „Dazu gehören auch zeitnah Überlegungen, wie und unter welchen Pandemiesituationen Homeoffice- und Testangebotspflichten reduziert beziehungsweise ganz abgeschafft werden können.“ Schlechter betonte, dass für die Unternehmen im Saarland die Gesundheit ihrer Mitarbeiter an erster Stelle stehe. Im Rahmen der Pandemie hätten die Betriebe ihre Arbeitsschutzmaßnahmen schon zeitnah nach dem Ausbruch des Corona-Virus überprüft und angepasst. Auf diese Weise konnten sie Infektionsketten am Arbeitsplatz wirksam unterbrechen.
„Auch das mobile Arbeiten hat sich bei den Arbeitsplätzen, bei denen es möglich ist, als ein Mittel zur Kontaktreduzierung bewährt. Zahlreiche Unternehmen haben ihre Mitarbeiter in der Pandemie zeitnah ins Homeoffice geschickt. Auch jetzt, bei sinkenden Inzidenzzahlen, wird mobiles Arbeiten in vielen Unternehmen weiter genutzt werden“, sagte Schlechter. Gleichzeitig zeige sich aber auch, dass die strengen Vorgaben des Gesetzgebers betriebliche Abläufe häufig erschwerten. Schlechter lobte das Bestreben Altmaiers, „die staatliche Bevormundung zurückzufahren und das Thema wieder in die Verantwortung der Unternehmen zu legen“. Auch jetzt, bei sinkenden Inzidenzzahlen, werde mobiles Arbeiten in vielen Unternehmen weiter genutzt werden. „Ganz zuvorderst liegt die Pandemiebekämpfung am verantwortlichen Handeln eines jeden Einzelnen, ob am Arbeitsplatz oder im privaten Umfeld." .

Fragenkatalog zu Unternehmenstests

Anbieter von Testmaterial im Saarland

Informationen zu Testmöglichkeiten im Saarland

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