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20 Jahre Saarländisches Engagement – Zwei Jahrzehnte Stiftung ME Saar

Gemeinsam mit dem Saarländischen Künstlerhaus Saarbrücken hebt die Stiftung ME Saar zum Jubiläum den "Kunstpreis Andrea Neumann" aus der Taufe

Ein starker Standort braucht mehr als gute Arbeitsbedingungen, er braucht gute Bildung, Forschung und Wissenschaft auf hohem Niveau und eine lebendige Kunst und Kulturszene. Mit diesem Credo ist vor 20 Jahren – im Mai 2001 – die Stiftung ME Saar gegründet worden. Ziel war es, die bestehenden Förderaktivitäten des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar) als Gründer der Stiftung zu bündeln und Impulse für ein noch attraktiveres Saarland zu setzen.

Mit einem Vermögen von fünf Millionen Euro ist die Stiftung bei ihrer Gründung an den Start gegangen. Durch weitere Zustiftungen durch den Verband beträgt das Stiftungsvermögen mittlerweile 25 Millionen Euro. Damit ist die Stiftung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes eine wichtige Institution in der saarländischen Förderlandschaft. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Rund 6,5 Millionen Euro hat die Stiftung seit ihrem Bestehen in unterschiedlichste Förderprojekte in den Bereichen Bildung, Forschung & Wissenschaft sowie Kunst & Kultur investiert.

Das Jubiläum nimmt die Stiftung ME Saar zum Anlass, als Gründungspartner ein besonderes Projekt aus der Taufe zu heben: den „Kunstpreis Andrea Neumann“. Er ist der herausragenden saarländischen Künstlerin Andrea Neumann gewidmet, die im vergangenen Jahr mit gerade einmal 50 Jahren an Krebs gestorben ist. Die gebürtige Baden-Württembergerin war eine führende Vertreterin der figurativen Malerei in Deutschland. Sie hat im Saarland an der Hochschule der Bildenden Künste studiert und gelehrt und war in den vergangenen Jahren an der Fortentwicklung des Saarländischen Künstlerhauses Saarbrücken beteiligt. In ihrem Atelier in Saarbrücken entstanden zahlreiche ihrer ausdrucksstarken, großformatigen Bilder.
Gründungspartner beim „Kunstpreis Andrea Neumann“ ist das Künstlerhaus, dessen Vorstand Neumann viele Jahre als stellvertretende Vorsitzende begleitend geführt hat. Mit dem neuen Preis würdigen die beiden Projektpartner das Lebenswerk der herausragenden Künstlerin.
Der „Kunstpreis Andrea Neumann“ wird alle zwei Jahre verliehen und richtet sich an Kunstschaffende aller Disziplinen der bildenden Kunst sowie Kuratoren aus der Großregion. Er ist mit 5.000 Euro Preisgeld dotiert und wird in Form eines einjährigen Stipendiums vergeben. In dieser Zeit erarbeitet der jeweilige Preisträger eine Ausstellung, die im Folgejahr im Saarländischen Künstlerhaus Saarbrücken gezeigt wird. Im Preis enthalten sind auch immaterielle Leistungen wie Material- und Fahrtkosten sowie ein Ausstellungskatalog. Basis für die Vergabe des Preises ist ein Ausstellungskonzept, mit dem der Künstler sich bei einer Fachjury bewirbt.
Der „Kunstpreis Andrea Neumann“ ist bewusst grenzüberschreitend angelegt und umfasst neben dem Saarland auch die Großregion. In diesem Sinne ist geplant, dass der jeweilige Preisträger im Rahmen der Art Week in Luxemburg, einer Messe für zeitgenössische Kunst, präsentiert wird. Im darauffolgenden Jahr findet die Projektarbeit des Preisträgers statt: Die im Rahmen des Kunstpreises entstandenen Werke werden in einer sechswöchigen Ausstellung im Künstlerhaus gezeigt und anschließend im Katalog dokumentiert. Die Stiftung ME Saar engagiert sich im Zwei-Jahres-Turnus zur Realisierung des Preises mit jeweils rund 17.000 Euro.
Der Förderpreis im Andenken an Andrea Neumann ist ein nachhaltiges, zukunftsorientiertes Kulturprojekt der Großregion, es gibt im Saarland bisher keine vergleichbare Auszeichnung im Bereich der Kulturförderung, die sich ohne Altersbeschränkung an Künstler richtet.

Unser Engagement: Bildung, Wissenschaft & Forschung, Kunst & Kultur

Der neue Kunstpreis steht beispielhaft für das Engagement, mit dem die Stiftung ME Saar seit 20 Jahren Projekte unterschiedlicher Ausprägung unterstützt. Im Vordergrund des Handelns steht seit jeher, die Attraktivität der Region zu fördern. Das soll auch den Arbeitgebern im Saarland bei der Bindung von und der Suche nach Fachkräften zugutekommen. „Wir sind überzeugt, dass sich unser Engagement lohnt, denn zu einem lebenswerten Standort gehört neben einer leistungsfähigen Wirtschaft auch eine exzellente Bildung und eine lebendige Kunst- und Kulturlandschaft. Wir freuen uns, dass die Stiftung ME Saar mittlerweile zum festen Förderer der Forschung, Bildung und Kultur geworden ist“, sagt Oswald Bubel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung ME Saar. Wissenschaft und Forschung garantieren die künftige Wettbewerbsfähigkeit, Bildung schafft Perspektiven und sichert die Fachkräfte von Morgen. Kunst und Kultur steigern ganz aktuell die Lebensqualität. Alle drei Bereiche liegen der Stiftung gleichermaßen am Herzen. 

Bildung
In der Bildung gibt es zahlreiche Handlungsfelder. So hat die Pandemie deutlich gemacht, dass es in vielen Schulen in Sachen Digitalisierung an Grundlagen fehlt. Die Stiftung ME Saar engagiert sich seit Jahren zum Beispiel über den Bildungspreis der Saarländischen Wirtschaft oder einen Qualitätsverbesserungsprozess mit den Bildungsreinrichtungen für eine zukunftsfähige Schul-Infrastruktur. Für Bildungs- und Chancengerechtigkeit und einen guten Start der Kinder in das Bildungssystem ist frühkindliche Bildung die entscheidende Grundlage. Vor allem wird bereits hier die Grundlage gelegt, Neugierde auf die Welt zu wecken. Die Stiftung ME Saar beteiligt sich unter anderem in der Initiative „Haus der kleinen Forscher“. Dabei gilt es insbesondere, Mädchen für ein Engagement in technischen Fächern zu begeistern. Allzu oft wirken hier überholte aber doch noch präsente Rollenbilder als Hemmschuh. MINT-Tage an Schulen oder Schnupper-Kurse in Uni-Laboren sind hier wichtige Schritte. Jeder Mensch kommt mit kindlicher Neugier in die Welt, will diese begreifen und erforschen. Wir wünschen uns, dass Kinder und Jugendliche diese Neugier leben können – unabhängig von Geschlecht und Rollenbildern. 

Wissenschaft & Forschung
Die gute Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft ist wichtig für den Standort und die Nachwuchssicherung. Insbesondere Studiengänge mit hoher Praxisrelevanz stehen für die saarländische Industrie dabei im Fokus. Der Stiftung ME Saar liegen vor allem die Ingenieurwissenschaften am Herzen. Sowohl an der Universität des Saarlandes als auch an der Hochschule für Wirtschaft und Technik im Saarland ist die Stiftung ME Saar mit ihrer Förderung aktiv, unter anderem durch Förderlehrstühle und die Prämierung herausragender Abschlussarbeiten. Dieses Engagement soll in den nächsten Jahren noch stärker ausgebaut werden. 

Kunst & Kultur
Von jeher nimmt der kulturelle Bereich einen zentralen Teil in der Förderung durch die Stiftung ME Saar ein.  Hier setzt  sich die Stiftung auf der einen Seite bei den Leuchtturmprojekten, die weit über die Grenzen des Saarlandes hinausstrahlen, ein. Dazu zählen unter anderem die Musikfestspiele, das Festival Perspectives, das Max-Ophüls-Festival, das Saarbrücken einmal jährlich zum Zentrum des jungen deutschsprachigen Films macht, Ausstellungen im Saarlandmuseum oder der Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis, mit dem jährlich deutsch-französische Übersetzer geehrt werden. „Daneben gibt es auch unzählige kleinere, weniger prominente Projekte, die wir voranbringen wollen, beispielsweise, wenn es um junge saarländische Künstler oder Kunsteinrichtungen geht“, schildert Oswald Bubel das Engagement der Stiftung.

Grundsätzlich liegt der Fokus bei den Förderungen auf begrenzte Laufzeiten, um eine größere Varianz zu gewährleisten. „Wir wollen uns bewusst den Spielraum für neue Projekte bewahren, sagt Stiftungsvorstand Oswald Bubel.“ Wichtige Kriterien bei der Auswahl sind die schlüssige Konzeption, die professionelle Durchführung sowie die Nachhaltigkeit eines Projektes. 

Den Vorstand der Stiftung bilden:
Oswald Bubel, Vorstandsvorsitzender und Präsident ME Saar
Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer ME Saar
Jens Colling, Geschäftsführer ME Saar

Ein siebenköpfiges Kuratorium unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Inge Weber unterstützt den Vorstand der Stiftung. Das Kuratorium berät den Vorstand und    bringt Ideen und Impulse ein.

Mitglieder des Kuratoriums sind:
Prof. Dr. Inge Weber, (Vorsitzende), Generalsekretärin der Gesellschaft zur Förderung des Saarländischen Kulturbesitzes e. V.
Prof. Dr. Diether Breitenbach, ehem. Kultusminister des Saarlandes
Dr. Walter Koch, Ehrenpräsident ME Saar
Dr. Franz Folz, ehem. kaufmännischer Direktor der Robert Bosch GmbH, Homburg
Joachim Malter, ehem. Hauptgeschäftsführer ME Saar
Otmar P. Schön, Geschäftsführender Gesellschafter der Hydac Technology GmbH
Dr. Franz Wolpers, Standortsprecher Sankt Ingbert, thyssenkrupp Industrial Solutions AG

Rückfragen gerne an:
Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e. V.
Joachim Wollschläger
Kommunikation
Telefon    0681 9 54 34-28
E-Mail wollschlaegerthou-shalt-not-spammesaar.de