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VSU-Schlagzeilen 14.05.2021

VSME: M+E-Tarifrunde 2021 in Sachsen vor Abschluss / ZEW erwartet Anstieg von Pleiten kleinerer Firmen / IHK kritisiert Vergabe der Priorisierungscodes / Maschinenbau Saarland: Auftragseingänge und Umsätze gehen im 1. Quartal durch die Decke

Tarifpolitik
VSME: M+E-Tarifrunde 2021 in Sachsen vor Abschluss

Konjunktur
VDMA sieht Erholung in BRIC-Wirtschaften
ZEW erwartet Anstieg von Pleiten kleinerer Firmen
AHK: Handel zwischen Deutschland und Russland erholt sich
  
Klimapolitik
Brodtmann: Klimaschutz nicht im Wahlkampf verheizen
 
Saarland
IHK kritisiert Vergabe der Priorisierungscodes
Maschinenbau Saarland: Auftragseingänge und Umsätze gehen im 1. Quartal durch die Decke
 


Tarifpolitik
 
VSME: M+E-Tarifrunde 2021 in Sachsen vor Abschluss
Die Tarifparteien in Sachsen haben sich – vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien – darauf verständigt, den Pilotabschluss aus NRW auch auf Sachsen zu übertragen. Die erste wesentliche Leistung für die Mitarbeiter ist die abgabenfreie Corona-Beihilfe in Höhe von 500 Euro. Auch alle anderen Bestandteile des Pilotergebnisses wurden zwischen VSME und IG Metall vereinbart. Darüber hinaus haben sich die Vertragsparteien verständigt, im Juni 2021 Verhandlungen aufzunehmen mit dem Ziel, eine Tarifregelung zu schaffen, die freiwillige Betriebsvereinbarungen zur Angleichung ermöglicht und dazu Kompensationsleistungen regelt. Mit diesem Ergebnis zeigen die Tarifparteien die Fähigkeit, eine sehr komplizierte Situation im Rahmen des Flächentarifvertrages zu lösen. Innerhalb der Erklärungsfrist bis zum 31.05.2021 werden die Gremien beider Seiten über das Verhandlungsergebnis befinden. Der Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2022. (Quelle: VSME, IGM BBS, M+E-Newsletter, Gesamtmetall)
 
 
 
Konjunktur
 
VDMA sieht Erholung in BRIC-Wirtschaften
Der deutsche Maschinenbau rechnet angesichts der globalen Konjunkturerholung in der Industrie mit steigender Nachfrage in den BRIC-Ländern Brasilien, Russland, Indien und China. Die aktuelle Geschäftssituation und besonders die Aussichten für das kommende halbe Jahr seien überwiegend positiv, teilt der VDMA mit. Die Mitgliedsunternehmen in den vier wichtigen Volkswirtschaften erwarteten 2021 ein zweistelliges Umsatzplus. Als Herausforderungen hätten viele Unternehmen jedoch Reisebeschränkungen sowie Engpässe bei Rohstoffen und anderen Produkten genannt. "Die Konjunktur im Maschinenbau speziell in China hat sich vom Corona-Schock des vergangenen Jahres vollständig erholt", hieß es. Dort hätten 61 Prozent der befragten Firmen ihre Geschäftssituation als gut bewertet. Mehr als ein Drittel habe die Situation als zufriedenstellend angegeben, 4 Prozent bewerteten sie als schlecht. „Der Jahresbeginn ist für die Maschinenbaubranche in China außergewöhnlich gut verlaufen. Die Kapazitätsauslastung erreichte im Frühjahr 2021 ein Allzeithoch seit Beginn der Aufzeichnung der VDMA-Geschäftsklimaumfrage im Jahr 2016“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Wiechers. Wie schon in der Herbstumfrage 2020 sind die Zulieferer von Teilen und Komponenten, namentlich Fluidtechnik und Antriebstechnik sowie Automatisierungstechnik, besonders positiv gestimmt. Die stärksten Zuwächse in der Bewertung der Geschäftslage verzeichneten dieses Mal jedoch die Fachzweige Werkzeugmaschinen und Textilmaschinen.
In Russland hätten Unternehmen 2020 trotz Pandemie ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. "Für 2021 wird nun ein Wachstum von etwas mehr als 10 Prozent prognostiziert", so der VDMA. In Indien habe zwar fast die Hälfte der befragten Unternehmen angegeben, die aktuelle Auftragslage bewege sich über dem üblichen Normalzustand. Jedoch dürfte der Anstieg der Corona-Fälle die Erholung in der Industrie ausbremsen. 49 Prozent der befragten Unternehmen erwarteten für die kommenden drei Monate eine stagnierende Auftragslage. 19 Prozent gingen von einem Rückgang aus, 32 Prozent von einem Zuwachs. In Brasilien beurteilten 95 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftssituation als gut (35 Prozent) oder zufriedenstellend (60 Prozent). (Quelle: VDMA, dpa, M+E-Newsletter, Gesamtmetall)
 
ZEW erwartet Anstieg von Pleiten kleinerer Firmen
Nach dem Ende der Corona-Ausnahmeregeln für Firmen in Schieflage rechnet das ZEW nun mit einem Anstieg von Pleiten vor allem kleinerer Unternehmen. Anfällig für negative Auswirkungen der Corona-Krise seien insbesondere Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten sowie Selbstständige und Freiberufler, heißt es in einer aktuellen Untersuchung. "Die Anzahl insolventer Unternehmen mit kleiner Mitarbeiterzahl geht bis September 2020 deutlich zurück, während die Insolvenzanmeldungen Ende des Jahres wieder einen Anstieg erfahren", berichtete ZEW-Experte Licht. In den kommenden Monaten sei mit einer weiteren Zunahme zu rechnen. Gefährdet seien vor allem kleine Firmen mit begrenzten Bargeldreserven und geringen Sicherheiten für die Inanspruchnahme neuer Kreditlinien. (Quelle: dpa, M+E-Newsletter, Gesamtmetall)
 
AHK: Handel zwischen Deutschland und Russland erholt sich
Der Handel zwischen Deutschland und Russland zieht wieder an, berichtet die deutsch-russische AHK. Im März seien die deutschen Exporte gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,3 Prozent auf rund 2,4 Milliarden Euro gestiegen, hieß es auf Basis von Zahlen des Statistischen Bundesamts. Gleichzeitig hätten die Importe aus Russland im Jahresvergleich um 13,6 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zugelegt. Als Gründe führte die Kammer höhere Ölpreise, ein wachsendes BIP in Russland und eine Erholung der deutschen Wirtschaft in der Corona-Pandemie an. AHK-Präsident Seele nannte die Entwicklung angesichts der schwierigen politischen Lage, Sanktionen und Corona "ein hoffnungsvolles Zeichen". Man rechne mit nachholenden Investitionen, nachdem in 2020 wegen des Corona-Lockdowns weniger investiert worden sei. (Quelle: dpa, Reuters, M+E-Newsletter Gesamtmetall)
 
 
 
 
Klimapolitik
 
Brodtmann: Klimaschutz nicht im Wahlkampf verheizen
VDMA-Hauptgeschäftsführer Brodtmann kritisiert das geplante Klimaschutz-Gesetz der Bundesregierung, die „mit dem Klimaschutz-Gesetz Wahlkampf“ mache, indem sie „immer stärker an der Zeitschraube“ drehe: „Dabei war die Zielerreichung 2050 bereits sehr ambitioniert. Wie es gelingen kann, schon 2045 die Klimaneutralität zu erreichen, sagt die Regierung nicht. Dass der neue Zeitplan wenige Tage nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Hut gezaubert wird, wirft die Frage auf, ob sie sich über die dann notwendigen Maßnahmen hinreichend Gedanken gemacht hat“, sagte Brodtmann: „Sie verschweigt bewusst, welch hohe Transformationsleistungen von Bürgern und Unternehmen zu leisten sein werden – von den Kosten ganz zu schweigen. Für die Erreichung dieser sehr ambitionierten Ziele ist Technologie der Schlüssel; der Maschinen- und Anlagenbau trägt mit seinen Innovationen einen großen Teil zur Erreichung der Pariser Klimaziele bei. Statt nun mit hektischen Sofortprogrammen zu arbeiten, wäre es viel wichtiger, die Chancen zu nutzen, den Markt technologieoffen zu gestalten und zum Beispiel Emissionshandelssysteme zu stärken oder Hürden beim Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent abzubauen. Wenn im Wahlkampf nicht sehr gute Konzepte vorgelegt werden, wie die wirtschaftliche Entwicklung mit dem Klimaschutz verbunden werden soll und zudem die nötige Weltmarktperspektive erreicht wird, kann das Gesetz zur Gefahr für den Wohlstand werden. Der Klimaschutz ist zu wichtig, um ihn im Wahlkampf zu verheizen." (Quelle: VDMA, M+E-Newsletter, Gesamtmetall)
 

Saarland


IHK kritisiert Vergabe der Priorisierungscodes
Mit Blick auf die Priorisierungsodes hat die IHK Saarland die Zusammenarbeit mit dem saarländischen Gesundheitsministerium scharf kritisiert. Die Kammer müsse unfreiwillig über die Vergabe der Codes entscheiden. Der Grund: eine ungenaue Verordnung. Das Ministerium weist die Kritik jedoch zurück. 
Die IHK sei in den vergangenen Wochen unfreiwillig zu einem Entscheider über die Vergabe von Priorisierungscodes geworden, heißt es in einem Brief der IHK-Spitze an IHK-Mitglieder. Der Grund dafür, so Dornseifer und Thomé: „Die in der Impfverordnung genannten Branchen sind derart breit und unbestimmt (z.B. ‚Transport und Logistik zur Sicherstellung des täglichen Bedarfes‘ oder auch ‚Notwendige IT-Infrastruktur‘), dass eine Selektion gemäß der für uns maßgeblichen NACE-Codierung denkbar schwierig ist.“ Ein weiterer Vorwurf der IHK-Chefs: Das Gesundheitsministerium setze an der zuständigen Hotline externe Dienstleister ein, die offenbar nicht ausreichend eingearbeitet wurden. So würden Anrufer häufig selbst mit einfachen Fragen direkt an die IHK verwiesen. Das sei in keinem anderen Bundesland so. „Im Ergebnis haben wir bis heute über 7000 Unternehmen mit Priorisierungscodes versorgt“, schreiben Dornseifer und Thomé weiter. Der Arbeitsaufwand gehe an die Belastungsgrenze. Deshalb wolle man nun Selektionen bei den Impfcodes im Sinne der Mitglieder so weit wie möglich reduzieren.  Das Gesundheitsministerium hat die Kritik mittlerweile zurückgewiesen. Die saarländische Liste mit kritischer Infrastruktur sei in Zusammenarbeit mit IHK und Handwerkskammer erstellt worden und sei ein gemeinsamer Weg, eine maximale Abdeckung anspruchsberechtigter Branchen festzuhalten, heißt es in einer Stellungnahme. Auch die Vorwürfe, viele Mitarbeiter an der Hotline seien nicht ausreichend geschult und würden zu schnell an die Hotline der IHK verweisen, wies das Ministerium zurück. (Quelle: SR-Online)

Maschinenbau Saarland: Auftragseingänge und Umsätze gehen im 1. Quartal durch die Decke.
Das gesamte erste Quartal 2021 haben sich die Auftragseingangszuwächse gesteigert, sodass sich für das erste Quartal insgesamt Zuwächse von 19 Prozent ergeben. Hinter diesen Zuwächsen verbergen sich allerdings auch Auswirkungen der Covid-19 Krise mit beginnenden Lieferkettenschwierigkeiten in vielen Ländern und während des ersten Lockdowns in Deutschland im März 2020 mit zweistelligen Umsatzrückgängen über alle Umsatzindikatoren im 1. Quartal 2020. (Quelle: VDMA- Pressemitteilung)