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VSU-Schlagzeilen 07.06.2021

Hohe Nachfrage nach Impfterminen nach Wegfall der Priorisierung / Kramp-Karrenbauer tritt in Saarbrücken als Direktkandidatin für die CDU an / Verbände fordern mehr Fokus auf Mittelstand nach Corona

Saarland/Region 
Hohe Nachfrage nach Impfterminen nach Wegfall der Priorisierung 
Kramp-Karrenbauer tritt in Saarbrücken als Direktkandidatin für die CDU an 

Arbeitswelt 
Dauerhafte Homeoffice-Arbeit kann beim Klimaschutz helfen 
  
Konjunktur 
Investoren halten Deutschland in der Pandemie die Treue 
Yellen: Höhere Leitzinsen wären gut für die USA 
US-Wirtschaft verdoppelt Stellenaufbau

Finanzen & Haushalt
G7-Staaten einigen sich auf globale Mindeststeuer von 15 Prozent 
  
Industrie & Handel
DIHK-Umfrage: Rohstoffmangel häufigste Sorge in der Industrie 
HWWI: China treibt Preise für Industrierohstoffe stark an 
  
Wirtschaftspolitik 
Verbände fordern mehr Fokus auf Mittelstand nach Corona 
  
Umweltpolitik 
BDI: Regierung muss mehr für Erreichen der schärferen Klimaziele tun 
Verdi fordert zusätzliche Milliarden für Nahverkehr 
  
  

Saarland/Region 

Hohe Nachfrage nach Impfterminen nach Wegfall der Priorisierung
Mit dem Wegfall der Impfpriorisierung gab es eine hohe Nachfrage nach Impfterminen im Saarland. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben sich bereits am frühen Morgen rund 5500 Saarländer auf die Impfliste eintragen lassen. Auch für Menschen mit einer Priorisierung ist es weiterhin möglich, sich für einen Termin vormerken zu lassen. Sie sollen bei den Auslosungen von Impfterminen dann bevorzugt werden. In dieser Woche ist es erstmals auch möglich, dass Betriebsärzte regulär Beschäftigte in Betrieben impfen. Bisher war dies nur in Pilotprojekten in Kooperation mit den Impfzentren möglich. Zahlreiche saarländische Unternehmen hatten sich schon im Vorfeld dafür eingesetzt, eine Impfung in den Betrieben zeitnah zu ermöglichen. Langfristig wird die Impfung über Betriebsärzte eine wichtige Säule in der Corona-Vorsorge einnehmen. (Quelle: SR/VSU) 

Kramp-Karrenbauer tritt in Saarbrücken als Direktkandidatin für die CDU an 
Die Bundesverteidigungsministerin und frühere Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer tritt in Saarbrücken als Direktkandidatin für die Bundestagswahl an. Aktuell gehört sie dem Bundestag nicht an. Sie konkurriert damit gegen Josephine Ortleb, die bei der vergangenen Bundestagswahl den Wahlkreis mit knappem Vorsprung vor dem CDU-Kandidaten und Handwerkskammer-Präsidenten Bernd Wegner gewonnen hatte. (Quelle: SR) 


Arbeitswelt 
  
Dauerhafte Homeoffice-Arbeit kann beim Klimaschutz helfen 
Würden mehr Menschen dauerhaft im Homeoffice arbeiten, ließen sich dadurch oft klimaschädliche CO2-Emissionen einsparen. Dabei spielen die genauen Arbeits- und Lebensumstände aber eine entscheidende Rolle, genau wie die Jahreszeit. Das geht aus einer Untersuchung der britischen Umweltschutz-Organisation Carbon Trust im Auftrag des Vodafone-Instituts hervor. Die Corona-Krise und der damit verbundene Wechsel ins Homeoffice hat demnach deutliche Spuren in der CO2-Bilanz der deutschen Wirtschaft hinterlassen: Davon ausgehend, dass im Schnitt 18,4 Millionen Menschen zwischen März 2020 und März 2021 rund 3,5 Tage pro Woche im Homeoffice arbeiteten, schrumpfte der CO2-Fußabdruck jedes einzelnen Berufstätigen um 72 Prozent. (Quelle: dpa, M+E-Newsletter Gesamtmetall) 
  
  
Konjunktur
  
Investoren halten Deutschland in der Pandemie die Treue 
Ausländische Investoren halten einer Studie zufolge dem Standort Deutschland trotz Corona-Krise und Lockdowns weitgehend die Treue. Die Zahl der von ausländischen Unternehmen in Deutschland angekündigten Investitionsprojekte sank 2020 um vergleichsweise geringe vier Prozent auf 930, wie das Beratungshaus EY am Montag zu seiner Untersuchung mitteilte. In Frankreich brach die Zahl dagegen um 18 Prozent auf 985 ein, in Großbritannien um zwölf Prozent auf 975. Europaweit wurden 5578 Investitionsprojekte angekündigt und damit 13 Prozent weniger. Für dieses Jahr rechnet EY mit einer steigenden Zahl an Projekten in Deutschland, da die Investitionsbereitschaft gerade in der Industrie anziehe und die Autoindustrie als Leitbranche derzeit gut dastehe. (Quelle: Reuters, M+E-Newsletter Gesamtmetall) 
  
Yellen: Höhere Leitzinsen wären gut für die USA 
Etwas höhere Leitzinsen wären nach Ansicht der amerikanischen Finanzministerin Yellen vorteilhaft für die USA. Das billionenschwere Ausgabenprogramm von US-Präsident Biden wäre gut für die USA, auch wenn es zu einer höheren Inflation und zu höheren Zinsen beitragen würde, sagte Yellen der Agentur Bloomberg am Sonntag. „Wir haben gegen die Inflation, die zu niedrig ist, und Zinsen, die derzeit zu niedrig sind, seit einer Dekade gekämpft“, ergänzte Yellen. Wenn die Zinsen wieder ein normales Niveau erreichen würden, wäre das „keine schlechte Sache“. (Quelle: Reuters, M+E-Newsletter Gesamtmetall) 
  
US-Wirtschaft verdoppelt Stellenaufbau  
Die US-Wirtschaft hat im Mai doppelt so viele neue Jobs geschaffen wie im Vormonat und dennoch die Erwartungen verfehlt. Es entstanden 559.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft, wie die Regierung in Washington am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hingegen hatten sogar mit 650.000 gerechnet – nach einem Jobaufbau von nur 278.000 im März. Die Arbeitslosenquote sank zugleich von 6,1 auf 5,8 Prozent und damit etwas stärker als erwartet. „Der Anstieg der Beschäftigung blieb das zweite Mal hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück“, sagte Ökonom Chlench von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Die durch Impffortschritte und sinkende Corona-Neuinfektionen ermöglichte Öffnung der Wirtschaft sorgte vor allem bei den Dienstleistern für neue Jobs – etwa im Freizeit- und Gastgewerbe. Dennoch fehlen immer noch 7,6 Millionen Arbeitsplätze gemessen am Vor-Corona-Niveau. (Quelle: Reuters, M+E-Newsletter Gesamtmetall) 
 
 
Finanzen & Haushalt 
  
G7-Staaten einigen sich auf globale Mindeststeuer von 15 Prozent 
Das Grundgerüst für eine weltweite Steuerreform steht. Die sieben führenden Industrieländer (G7) einigten sich am Samstag auf erste Details. Darunter ist eine Mindeststeuer für Großkonzerne in Höhe von mindestens 15 Prozent. Außerdem sollen Schwellenländer bessergestellt werden. Sie sollen künftig von den größten und profitabelsten Konzernen der Welt ein Mindestmaß an Steuerzahlungen abbekommen. Bislang wird dort zwar viel Umsatz generiert, die Gewinne werden dann aber anderswo versteuert. Nach dem Treffen der G7-Finanzminister in London sprach Deutschlands Vertreter Scholz von einer historischen Einigung und einer Steuerrevolution. Allerdings müssen nun weitere Länder ins Boot geholt werden, damit die Einigung auch in die Tat umgesetzt werden kann. „Unsere intensiven Bemühungen der vergangenen drei Jahre tragen Früchte“, sagte Scholz. Für Steueroasen sei dies eine schlechte Nachricht. „Konzerne werden nicht mehr in der Lage sein, sich ihrer Steuerpflicht dadurch zu entziehen, dass sie ihre Gewinne geschickt in Niedrigsteuerländer verschieben.“ (Quelle: Reuters, M+E-Newsletter Gesamtmetall) 
  
  
Industrie & Handel 
  
DIHK-Umfrage: Rohstoffmangel häufigste Sorge in der Industrie 
Die Industrie in Deutschland fürchtet zunehmend die Folgen des Rohstoffmangels. „Zwei Drittel der Industriebetriebe sehen mittlerweile in Energie- und Rohstoffpreisen ein Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung“, heißt es vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zu den Ergebnissen einer Konjunkturumfrage. „Kein Faktor wird derzeit in der Industrie häufiger genannt.“ Der Anteil ist demnach in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Zu Jahresbeginn hatte er noch bei 45 Prozent gelegen. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland am Samstag über die Zahlen berichtet. (Quelle: dpa, M+E-Newsletter Gesamtmetall) 
  
HWWI: China treibt Preise für Industrierohstoffe stark an
Die anspringende Weltkonjunktur mit den beiden größten Schwergewichten USA und vor allem China treibt weiter die Rohstoffpreise an. Nach Berechnungen des Hamburger Forschungsinstitutes HWWI sind die Preise für Industrierohstoffe allein von April bis Mai um durchschnittlich 14,2 Prozent gestiegen, wie das HWWI am Freitag in Hamburg mitteilte. „Die rasche Erholung der Weltwirtschaft und insbesondere der starke Aufwärtstrend der chinesischen Wirtschaft sorgen derzeit für eine hohe Nachfrage nach Rohstoffen. So waren im Mai auf nahezu allen wichtigen Rohstoffmärkten Preissteigerungen zu beobachten“, berichten die HWWI-Experten. „Besonders stark stiegen im Mai die Preise für Industrierohstoffe, da die hohe weltweite Nachfrage, insbesondere aus China, auf ein weiterhin eingeschränktes Angebot traf.“ (Quelle: dpa, M+E-Newsletter Gesamtmetall) 
  
  
Wirtschaftspolitik 
  
Verbände fordern mehr Fokus auf Mittelstand nach Corona 
Zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise muss die Politik nach Ansicht mehrerer Verbände mehr für den Mittelstand tun. „Ohne den Mittelstand wird es keine wirtschaftliche Erholung geben“, warnt die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand in einem Positionspapier zur Bundestagswahl, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Bundesregierung müsse die Betriebe und Beschäftigten als Wohlstandsmotor und Wettbewerbsvorteil begreifen. Nötig sei „eine Politik, die Menschen zur Selbstständigkeit ermutigt, unternehmerisches Handeln fördert, Freiräume für Betriebe und Beschäftigte schafft und dem Mittelstand mit Vertrauen begegnet“. Zur AG Mittelstand gehören unter anderem der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, der Handelsverband HDE und der Zentralverband des Handwerks. (Quelle: dpa, M+E-Newsletter Gesamtmetall) 
  
  
Umweltpolitik 
  
BDI: Regierung muss mehr für Erreichen der schärferen Klimaziele tun 
Der Industrieverband BDI fordert von der Regierung angesichts verschärfter Klimaziele ein umfangreiches Infrastrukturprogramm. „Es reicht nicht, Klimaneutralität per Gesetz vorzuschreiben. Die Politik muss auch etwas dafür tun, dass das Ziel erreicht werden kann“, sagte BDI-Präsident Russwurm der „Bild am Sonntag“. Momentan lasse die Regierung offen, wie das funktionieren soll. Um die Klimaziele zu erreichen, brauche es „so schnell wie möglich ein enormes Infrastrukturprogramm“. Es müssten „viel mehr Solaranlagen, Windparks und Stromtrassen entstehen“ und Industrieanlagen könnten nur mit Wasserstoff betrieben werden, „wenn der verlässlich verfügbar ist – nicht erst 2045, sondern in wenigen Jahren“. (Quelle: dpa, M+E-Newsletter Gesamtmetall) 
  
Verdi fordert zusätzliche Milliarden für Nahverkehr 
Die Gewerkschaft Verdi fordert vom Bund mehr Anstrengungen für den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). „Wenn ernsthaft CO2-Einsparungen im Verkehrssektor erreicht werden sollen, brauchen wir eine echte Verkehrswende. Das geht nicht nur mit der von der Bundesregierung verfolgten Antriebswende“, sagte Verdi-Bundesvorständin Behle den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Samstag. „Eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs ist dafür unerlässlich.“ Der Bund müsse eine Gesamtplanung für die Verkehrswende vorlegen und für die Finanzierung sorgen. Behle forderte acht Milliarden Euro jährlich bis 2030 zusätzlich zu den bisherigen Mitteln. „Die Kommunen können die Investitionen für die angestrebte Verdoppelung der Fahrgastzahlen nicht allein stemmen.“ (Quelle: dpa, M+E-Newsletter Gesamtmetall)